Donnerstag, 31. März 2011

Unterhaltsam und charmant: Puttes Berichterstattung zur Landtagswahl Baden-Württemberg

Zur Wahl des Landtags von Baden-Württemberg am vergangenen Sonntag war Putte mit fluegel.tv vor Ort und hat uns Einblicke in den Landtag und Ausblicke, auf das was da kommen wird, gewährt. Witzig, charmant und unkonventionell, aber auch informativ und auf den Punkt gebracht!

Rezzo Schlauch orakelt irgendwann ziemlich geheimnisvolles Zeug, die gegensätzliche Stimmung der Grünen und Schwarzen kommt sehr gut rüber und ab Minute 15:40 gibt's wohl eine Einlage vom Komödienstadl...

Fazit: unbedingt anschauen, absolut sehenswert!



Frühlingserwachen in der Stuttgarter City - Shopping-Marathon bis 24 Uhr

Die City-Initiative Stuttgart e. V. - kurz CIS - lädt am Samstag, den 2. April 2011 zum Frühlingserwachen und Einkaufen bis 24 Uhr in die Stuttgarter Innenstadt ein. Die teilnehmenden Einzelhändler haben ihre Läden bis Mitternacht geöffnet, so dass einem gemütlichen Einkaufsbummel nichts mehr im Weg steht.


Wie immer gibt es ein buntes Rahmenprogramm, welches die lange Einkaufsnacht im Frühling 2011 zu einem unterhaltsamen Erlebnis macht. Shoppen bis zum Umfallen - eigentlich fehlt jetzt nur noch, dass Einkaufsgutscheine nicht unter 500 € für jeden potentiellen Kunden ausgegeben werden...


Die letzte Stuttgarter Einkaufsnacht stand übrigens unter dem Motto "S-City leuchtet" - Fotos davon können hier nochmal angeschaut werden.


Als Programm-Highlights gibt es unter anderem wechselnde Bands im Musikpavillon, der sich auf dem Schlossplatz gegenüber des Königsbaus befindet und derzeit mit den 1000 Kranichen für Japan geschmückt ist, Ballettvorführungen im Schaufenster des Nobelkaufhauses Breuninger am Marktplatz, Aktionen für Kinder beim Spielwaren Kurtz am Marktplatz und vieles mehr. Genaueres erfährt man hier.

Kennst Du das Land wo die Magnolien blühn?


Soeben ließ ich mich durch die Lektüre des Stuttgarter Brezelblogs http://www.brezel.me/ inspirieren und schnappte dort auf, was ich schon seit dem Nachwahlmontag weiß: Die Magnolien im Land fangen wieder gnadenlos an zu blühen. Am Montag dachte ich ja noch, das hat bestimmt was mit der Landtagswahl zu tun. Kaum sind die Grünen an der Macht, schon blüht's nicht nur in der Wilhelma, sondern auch im Schlossgarten und bestimmt auch auf dem Killesberg erbarmungslos rosa, purpur und weiß. Magnolien in allen Schattierungen!


Die Wilhelma hat sich jetzt noch etwas ganz besonders Schönes für alle fotografierenden Magnolienfreunde des Landes einfallen lassen. Ab diesem Wochenende, also quasi morgen, übermorgen oder überübermorgen, gibt es auf dem Internetauftritt der Wilhelma eine Webcam, die mehr oder weniger live und in realtime das Blühverhalten des Magnolienhains überträgt, und zwar alle 10 Minuten ein Bild. Man muss also nie wieder mit kompletter Kameraausrüstung ausgestattet und viel Geld für den Eintritt ausgebend vor komplett verblühten Magnolienbäumen stehen, sondern kann sich demnächst online selbst vom Zustand der Blüten ein Bild machen und dann erst mit Kamerateam in der Wilhelma einmarschieren.


Nach der Blütezeit der Magnolienbäume kann man dann vermutlich ungeniert das Paarungsverhalten der gemeinen Scheinwespe und der hinterlistigen Schwebefliege beobachten. Na dann, viel Spaß!

Übrigens, meine Bilder hier sind im Schlossgarten aufgenommen!

Dienstag, 29. März 2011

Buchempfehlung: Frau Schächtele will oben bleiben

Eigentlich wollte ich schon vor mindestens vier Wochen über dieses nette kleine Büchlein schreiben, aber immer kam irgendwie irgendwas dazwischen. Das kennt man ja.

Also, wer ein hübsches kleines Mitbringsel sucht, dem kann ich dieses kleine Bilderbuch "Frau Schächtele will oben bleiben" von Monika Spang (Autorin) und Kostas Koufogiorgos (Illustrator) empfehlen. Hier wird auf fast kindlich anmutende Weise die Geschichte vom König Moppel erzählt, der eine Siedlung unter die Erde bringen möchte, um genügend Platz für den Bau seines neuen Palastes zu haben.

Doch Frau Schächtele, eine der betroffenen Bewohnerinnen, möchte nicht tiefer gelegt werden und mobilisiert mit anderen zusammen eine Widerstandsbewegung. Es kommt zu einer überraschenden Wende für die Bewohner der Siedlung im Ländle von König Moppel...

Übrigens, Parallelen und Ähnlichkeiten mit realen Begebenheiten und Charakteren sollen rein zufällig sein!


Das Buch soll Mut machen, nicht jede politische Entscheidung zu schlucken, sondern auch mal gegen politische Beschlüsse zu protestieren. Wie heißt es so schön!? Wer kämpft  kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

Das Buch ist sowohl für Erwachsene als auch für Schulkinder zu empfehlen!

Stuttgart 21 - Abschied von der Alternativlosigkeit

Die BREAKING NEWS des Tages waren heute unter anderem definitiv: Bahn erlässt vorläufigen Baustopp beim Projekt Stuttgart 21. Bis zur Vereidigung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg im Mai 2011 sollen am Stuttgarter Hauptbahnhof keine unumkehrbare Fakten mehr geschaffen werden.

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:triumph-der-gruenen-deutsche-bahn-legt-baupause-bei-stuttgart-21-ein/60032198.html

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-bahn-beschliesst-vorlaeufigen-vergabestopp.c34ee809-89b9-454e-89f9-3b3d60475f7b.html

http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E8658B12E1B914B78921428680C4744A2~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/konzern/im__blickpunkt/stuttgart__21__20110329.html

Das lässt doch hoffen, dass wir hier in Baden-Württemberg auf einmal grünes Licht für Alternativen bekommen und jetzt endlich rauskommen aus dem schwarzen Loch der Alternativlosigkeit. Mal sehen, wie die Gesichter heute dreinschauen, wenn ich später meinen Revierrundgang starte. Ich könnte wetten, heute wird noch viel mehr gelächelt als gestern!

Einzig die Bildzeitung verbreitet noch ein wenig Pessimismus, wenngleich auch sie nicht auf Alternativlosigkeit beharrt: Sie fragt heute - zumindest in der online-Ausgabe - ob Porsche unter der Amtsperiode von Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) neuerdings dann nur noch Tretautos bauen darf. Warum nicht!? Das spart den Gang ins Fitness-Studio und außerdem könnte man sich so seinen Strom auch selber basteln.

Jetzt ist der Mappus wek

Gestern entdeckte ich diesen lesenswerten Artikel auf Dora Asemwalds Blog mit diesem bemerkenswert hübschen Bild, das ein instrumentalisiertes Kind aus Doras Nachbarschaft gemalt haben soll.


Und gestern entdeckte ich auch, dass unsere Stadt voller Kamerateams aus aller Herren Bundesländer war, die sich um den Landtag von Baden-Württemberg versammelten, genauso aber auch vor der Alten Kanzlei auf dem Schillerplatz stationiert waren - nebst entsprechendem Bewachungspersonal.


Es gab ja auch jede Menge zu filmen, nach diesem historischen Wahlergebnis. 58 Jahre lang wurde Baden-Württemberg durch die CDU regiert, was sicherlich nicht immer schlecht war. Doch jetzt war wohl endgültig die Zeit reif für einen Wechsel, nicht zuletzt durch die "charismatische Persönlichkeit" des Herrn Mappus begründet, einer der mit schlagkräftigen Argumenten den vermeintlichen Fehdehandschuh der S21-Gegner aufnahm und der im Alleingang klammheimlich Aktiengeschäfte mit dem Atomstromkonzern EnBW abwickelte - nur um mal zwei Dinge aufzuführen.


Jetzt ist er wek, wie von vielen gewünscht. Gestern gab er seinen Rückzug vom Landesparteivorsitz bekannt, was gleichzeitig wohl zu heftigen Diskussionen um seine möglichen Nachfolger führte. Zur Debatte standen Tanja Gönner (Umweltministerin) und Peter Hauk (Fraktionsschef), wobei letzterer wohl gleich dankend ablehnte. Na dann, schaumermal!


Was mir auch auffiel: gestern waren unglaublich viele gut gelaunte Menschen unterwegs. Ob es wohl nur am meteorologischen Frühling lag - oder vielleicht auch am politischen Frühling in Baden-Württemberg!? Wer weiß, ich denke viele haben sich über den Farbwechsel nach Grün-Rot gefreut und deswegen ein leichtes Dauergrinsen auf dem Gesicht gehabt.

Montag, 28. März 2011

Landtagswahlen in Baden-Württemberg - Grün-Rot löst Schwarz-Gelb ab

Sagenhaft, was da gestern im Ländle abging: Selbst seit Jahrzehnten eingefleischte CDU-Wähler haben am gestrigen Wahlsonntag mal ausnahmsweise ihr Kreuzchen bei einer anderen Farbe als Schwarz gesetzt. Nicht alle zwar, aber genügend. Und dann noch die, die sowieso schon Grün oder Rot als Lieblingsfarbe hatten und die Gelbabtrünnigen und die ausnahmsweise mal nicht notorischen Nichtwähler, die gestern ihre Stimme abgegeben haben, sie alle haben dazu beigetragen, dass der uns vor die Nase gesetzte Stefan Mappus den Ministerpräsidentensitz aufgeben muss und Platz macht für etwas ganz Neues.



Baden-Württemberg wurde 58 Jahre schwarz bzw. schwarz-gelb regiert, jetzt wurde es endlich Zeit für einen Wechsel. Manchmal schleicht sich bei mir der Verdacht ein, Stefan Mappus wurde uns absichtlich eingebrockt, damit hier mal ein bißchen frischer Wind reinweht. Vielleicht war es ja auch ein wenig diversen Beratern zu verdanken, dass sich Mappus durch seine Rüpelhaftigkeit, Wendemanöver und Alleingänge nachhaltig um die Gunst des Wahlvolkes brachte und nicht zuletzt auch seiner Partei im Musterländle tatsächlichen Vertrauensverlust einhandelte. Wie auch immer, Stefan Mappus ist jetzt erstmal weg.


Dafür ist Winfried Kretschmann da, ein Grüner der nicht in die Klischeeschublade passt, die das schwarze Wählervolk gerne mal für die Ökos öffnet, einer, der aussieht, als könne man ihm glauben was er sagt und bei dem man nicht das Gefühl hat, von einem Schlitzohr gleich über den Tisch gezogen zu werden.


Auch wenn jetzt einige Leute unken, dass ab sofort der Spritpreis auf 5 € steigt, die Menschen sich ihren Strom jetzt selber basteln dürfen oder wir kurz vor der Rückkehr in die Steinzeit stehen - ich denke, es kann eigentlich nur aufwärts gehen und sehe der grün-roten Regierung mit wohlwollender Gelassenheit entgegen. Klar dürfte sein, dass auch ein Winfried Kretschmann nicht zaubern und von heute auf morgen die Welt umkrempeln kann, auch wenn sich diese Welt nur auf Baden-Württemberg beschränkt. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich einiges zum Besseren wenden wird!


Beinahe hätte ich es noch vergessen zu erwähnen: Gestern gab es die Mappschiedsparty auf der Königstraße in Stuttgart, wo sich viele Menschen trafen um das Wahlergebnis zu feiern. Die Stimmung war ausgelassen fröhlich, auch bei der Wahlparty der Grünen im Gebäude des Württembergischen Kunstvereins ging es ausgesprochen heiter zu.

Weniger schön war dann die Aktion von einigen S21-Gegnern, die dachten, sie müssen schon am Wahltag gewaltsam den Bauzaun am ehemaligen Nordflügel des Hauptbahnhofes einreißen. Das führte natürlich zu Tumulten, die auch in der Presse gleich entsprechend "gewürdigt" wurden.

Sehr schön fand ich hingegen die Reaktion bzw. den Aufruf von Winfried Kretschmann per Twitter auf diese Aktion, die man hier auf diesem Bild nachlesen kann.


Das Schlusswort: Tentakelorakel Krake Paula hatte doch recht!

Samstag, 26. März 2011

Krake Paulas Prognose zur Landtagswahl in Baden-Württemberg


Vor Wahlen wird allgemein immer heftig spekuliert, prognostiziert und analysiert, welche der Parteien es letztendlich schafft und welche Farbe unter welchen Bedingungen mit einer anderen koalieren wird. Dieses Jahr fallen die Spekulationen besonders heftig aus und beschäftigen die Medien landauf landab. Und meistens kommt es dann doch ganz anders, als es die vielen Experten vorhergesehen haben.

Deswegen habe ich heute Krake Paula befragt. Und sie hat geantwortet, wie man deutlich auf dem Bild erkennen kann. Jetzt dürfen wir gespannt sein, ob Krake Paula auch dieses Mal recht behält und die Landtagswahlen in Baden-Württemberg tatsächlich so ausgehen wie von ihr orakelt wurde.

Donnerstag, 24. März 2011

Anleitung zum Falten von Papier-Kranichen (Origami)

Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, starten überall Aktionen "1.000 Kraniche für Japan" um nicht nur gedanklich mit Japan verbunden zu sein, sondern auch um über solche Aktionen Spenden für die Opfer dieser Katastrophe sammeln zu können.

Über Facebook, Twitter, diverse Blogs und Webseiten habe ich jetzt schon verschiedene Aktionen ausfindig gemacht und finde es toll, wenn es immer mehr Nachahmer gibt; denn in Japan wird es noch lange ziemlich viel zu tun geben. Heute las ich, dass dieses Ereignis die schlimmste Katastrophe der Welt sei - gemessen in harter Währung an der voraussichtlichen Schadenshöhe.


Wer jetzt also selbst so eine Aktion "1.000 Kraniche für Japan" ins Leben rufen möchte, kann damit sicherlich viel Gutes tun. Die Papierkraniche könnte man einzeln gegen eine Spende veräußern oder man kann vielleicht ganze Mobiles daraus gestalten und diese verkaufen. Eine Idee ist auch, die ganze Schule an so einer Arbeit mitwirken zu lassen, vielleicht das Schulhaus mit 1000 Kranichen zu schmücken und bei der Gelegenheit den Kindern nicht nur japanische Falttechniken zu vermitteln, sondern mit ihnen auch über die Katastrophe zu reden.

Einen Kranich haben wir ja schon gefaltet, wie man hier nachlesen kann. Zuhause habe ich dann versucht, einen weiteren Kranich nachzubasteln, und zwar anhand der Anleitung, die ich hatte. Leider kam ich damit nicht weit, sondern musste dann auf ein Video auf YouTube zurückgreifen, mit dem ich es dann letztlich schaffte, einen Kranich zu falten.







Ab hier half mir dann nur noch diese Videoanleitung weiter, sonst hätte ich mich total verfaltet. Damit schaffte ich es dann doch noch, aus Papier ein kranichähnliches Gebilde zu falten. Ich sehe schon, die 1000 Kraniche sind wahrscheinlich erforderlich, um einigermaßen Perfektion in dieser Kunst zu erlangen.

Mittwoch, 23. März 2011

Tausend Kraniche für Japan - eine Aktion in Stuttgart

Als ich heute in der Innenstadt unterwegs war, fielen mir am Schlossplatz schon von weitem die gehissten japanischen Flaggen auf, die auf die Aktion "1.000 Kraniche für Japan" der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft aufmerksam machten. Im Musikpavillon gegenüber des Königsbaus fand dann auch die große Faltaktion statt. Bis zum Samstag, den 26. März 2011 sollen hier eintausend Papierkraniche gefaltet werden, als Symbol der Anteilnahme für die Katastrophe in Japan. Diese werden am Samstag dem japanischen Honorarkonsul Dr. Kaemmerer symbolisch überreicht. Danach können die Origami-Kraniche gegen eine Spende zugunsten der Opfer im Krisengebiet erworben werden.



Es gibt einen Spruch in Japan, welcher besagt, dass derjenige, welcher tausend Kraniche aus Papier faltet, einen Wunsch bei den Göttern frei hat. Und die Erfüllung eines Wunsches könnte Japan bestimmt dringend gebrauchen! Deswegen haben auch wir unseren Kranich beigesteuert und natürlich auch eine Spende getätigt, die über den Malteser Hilfsdienst dem Aufbau eines Kinderheims in der Kleinstadt Ichinoseki im Norden der Hauptinsel Honshu zugute kommen soll. Spendenkonto Malteser Hilfsdienst, Kinderheim Ichinoseki, Kontonummer 120 120 120, BLZ 370 205 00.


Wer also im Zeitraum bis zum kommenden Samstag in Stuttgart ist, sollte sich diese Aktion am Schlossplatz ansehen und gerne auch teilnehmen. Für diejenigen, die noch nicht so fingerfertig sind und Origami-Kraniche im Schlaf falten können, gibt es auch Anleitungen auf Papier oder durch sehr geduldige Helfer.

Samstag, 19. März 2011

Verschiedene Möglichkeiten um der japanischen Bevölkerung zu helfen

Jetzt ist eine Woche vergangen seitdem Japan von dem verheerenden Erdbeben, dem darauf folgenden Tsunami und der ständigen Angst vor gesundheitsschädlicher Strahlenbelastung durch die stark beschädigten Atommeiler um Fukushima heimgesucht wurde. Die Situation rund um die beschädigten Kernkraftwerke scheint bis jetzt noch nicht so gelöst zu sein, dass man beruhigt aufatmen könnte.

Ungefähr eine halbe Million Menschen wurde durch diese Katastrophe obdachlos, mehrere tausend Menschen mussten ihr Leben lassen und diejenigen, die zwar keinen direkten materiellen oder gesundheitlichen Schaden erlitten haben, leben jetzt mit der Angst vor der Strahlenbelastung.

Die Menschen, die in Notunterkünften untergebracht sind, haben teilweise nicht genug Kleidung um sich gegen die derzeitig kalte Witterung im Norden der Insel Honshu zu schützen, Heizung und Strom funktionieren nicht zuverlässig und die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs ist im Katastrophengebiet momentan noch nicht gewährleistet.


Über Facebook, e-Mail, Blogs und andere Medien habe ich jetzt diverse Möglichkeiten ausfindig gemacht, wie der japanischen Bevölkerung geholfen werden kann.

Geldspenden

Zu allererst möchte ich die Aktion Deutschland Hilft nennen: Gemeinsam für Menschen in Not! Hier sind unter einem Dach zehn renommierte Organisationen zu finden, die in dieser Form schon seit 2001 schnelle Hilfe für katastrophengeplagte Menschen leisten. Mit dem Aufruf Helfen Sie jetzt - Mit Ihrer Spende. sammelt die Organisation Geld, um dann vor Ort effektive Hilfe leisten zu können. Aktion Deutschland Hilft - Das Bündnis der Hilfsorganisationen wurde übrigens 2008 erstmals mit dem DZI-Spendensiegel ausgezeichnet, das für eine sparsame Haushaltsführung und eine transparente und ordnungsgemäße Verwendung der Spenden steht. Übrigens, jeder Betrag hilft. Gleichgültig ob jemand 5 €, 50 € oder 500 € spenden kann, jede Hilfe ist willkommen!

Sachspenden

Heute erhielt ich per e-Mail einen sehr speziellen Spendenaufruf, der sich in erster Linie an "stichelnde QuilterInnen" richtete. Eine Redakteurin eines japanischem Magazins zum Thema Quilten (wattierte Patchworkdecken nähen) schickte an eine deutsche Quilterin in Freiburg die Bitte, man möge neue bzw. ungebrauchte Quilts nach Japan spenden, die man vielleicht nicht mehr benötigt. Soviel ich weiß quilten Quilterinnen immer so viele Decken, dass irgendwann mal die Schränke bersten. Insofern ist diese Idee doch ganz gut, wenn man die überflüssigen Decken denen zur Verfügung stellt, die sie jetzt wirklich brauchen können. Kontaktpersonen sind Monika Schiwy in Freiburg oder Ursula Schultz-Schwanitz in Stuttgart.

Wohnraum

Inwiefern diese Idee tatsächlich umgesetzt werden kann, vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beurteilen. Aber die Idee an sich erscheint mir gut und richtig, nämlich Menschen aus Japan eine Zuflucht anzubieten, damit sie sich nicht gesundheitsgefährdender Strahlung aussetzen müssen. Hierzu erhielt ich einen Aufruf über Facebook, an welchen auch gleich eine Website gekoppelt war mit einer kurzen Erläuterung der Idee und der Möglichkeit, sich als Anbieter von Wohnraum in eine Liste eintragen zu können. Ob das jedoch tatsächlich angenommen und umgesetzt wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Hier findet man jedenfalls die Homepage mit dem entsprechenden Aufruf.

Charity

In vielen deutschen Städten finden in nächster Zeit Wohltätigkeitsveranstaltungen statt, deren Erlös den Menschen in Japan helfen soll. Wer also gleichzeitig sich selbst und anderen etwas Gutes tun möchte, der kann beispielsweise ein entsprechendes Benefizkonzert besuchen. Für Stuttgart kann ich hier die Veranstaltung am 23. März 2011 um 20:00 Uhr in der Liederhalle (Beethovensaal) empfehlen. Das Radio-Sinfonierorchester Stuttgart, die Stuttgarter Philharmoniker, das Stuttgarter Kammerorchester und das Staatsorchester Stuttgart geben ein Benefizkonzert unter der Leitung von Andrey Boreyko, Wolfram Christ und Stefan Vladar. Gespielt werden unter anderem Werke von W. A. Mozart, Franz Schubert und Mendelssohn-Bartholdy, die Karten kosten zwischen 15 und 40 Euro. Alle Einnahmen sollen den Opfern der Katastrophe in Japan zugute kommen.

Und wie sieht meine Hilfe für Japan aus? Ich habe gleich vergangenen Sonntag Geld gespendet und werde jetzt noch versuchen, Karten für das Konzert zu bekommen.

Sonntag, 13. März 2011

Informative Links zur Katastrophe in Japan und Möglichkeiten zu spenden


Bei ABC News 24, einer australischen Website, findet man eine ganze Reihe von Bildern "vorher - nachher" zur aktuellen Katastrophe in Japan. Man kann die Katastrophe nicht einmal konkret beim Namen nennen, ist sie doch Erdbeben, Tsunami und atomarer GAU zugleich.

http://www.abc.net.au/news/events/japan-quake-2011/beforeafter.htm

Auf der Seite von Spiegel-online findet man einen Newsticker mit aktuellen Meldungen zur Lage in Japan.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750629,00.html

Spenden für die Katastrophenhilfe kann man unter anderem über das Deutsche Rote Kreuz, welches auf Anforderung der Schwestergesellschaft in Japan entsprechende Hilfe zur Verfügung stellen wird. Bislang ist wohl noch keine Hilfe seitens dem Japanischen Roten Kreuz erbeten worden, zumal Japan zu den best ausgestatteten Ländern im Katastrophenschutz gehört.

http://www.drk.de/news/meldung/5544-japan-erdbeben-und-tsunami.html

Spenden 2.0 sammelt der online-Spieleanbieter Zynga, der unter anderem die mittlerweile von Millionen Menschen gespielten Socialmediaspiele wie FarmVille anbietet. Speziell über FarmVille kann man beispielsweise durch den Kauf virtuellen Gemüses wie Daikon-Rettich oder in FrontierVille durch den Erwerb von Kobe-Rindern Hilfe für das katastrophengebeutelte Japan leisten. Der Erlös geht an den Japan Earthquake Tsunami Children Emergency Fund (Save The Children) und Facebook verzichtet übrigens auch auf seinen Umsatzanteil.

http://www.presseportal.de/pm/100174/2006683/zynga

Der Gutschein- und Rabattvermittler Groupon hat sich auch eine Aktion zur Japan-Hilfe einfallen lassen. Für jede gespendeten 2 € legt Groupon nochmal 2 € drauf und somit gehen pro "Deal" 4 € nach Japan. Diese Aktion ist aber wie alle Aktionen von Groupon zeitlich begrenzt und läuft momentan noch ca. 25 Stunden.

http://www.groupon.de/deals/online-deal/roteskreuzspende/286992

Japan - das Land meiner Träume geht kaputt

Das Land der aufgehenden Sonne war seit ich lesen und schreiben konnte das Land meiner Träume. Die Kultur, die Landschaft, die japanische Küche - auch wenn sie längst nicht so aufwändig ist wie die chinesische Kochkunst -, die Menschen, einfach alles hat mir schon ziemlich früh im Leben ziemlich gut gefallen.

Ich verschlang tonnenweise Bücher über "mein Land", versuchte japanisch zu lernen, hoffte immer, eines Tages dorthin reisen zu dürfen. Zum Beginn meiner Hoffnungen war Japan von Deutschland aus noch relativ schwierig und teuer zu erreichen, erst als sich dann China und die Sowjetunion so langsam dem Westen öffneten, wurde dieses Ziel für mich erreichbarer.

Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts konnte ich dann tatsächlich eine Konzerttournee quer durch Japan begleiten und bei der Gelegenheit viele verschiedene Orte kennenlernen, wie Tokio, Osaka, Kyoto, Matsuyama, Nagoya, Takamatsu und natürlich auch Hiroshima.

In Hiroshima waren wir damals 2-3 Tage stationiert. Die Stimmung dort empfand ich als bedrückend, vermutlich weil ich wusste, was dort während des 2. Weltkrieges geschehen ist. Natürlich habe ich auch das dortige Hiroshima Peace Memorial Museum besucht. Kein anderer Museumsbesuch hat mich jemals so berührt wie dieser. Umso mehr erstaunt mich - vor allem jetzt nach dem jüngsten schweren Erdbeben und dessen nuklearen Folgen - dass ein Land wie Japan, das zum einen geologisch auf ziemlich unsicherem Grund steht und das bereits in 2 Städten seine nukleare Erfahrung machen musste, verstärkt auf Atomkraft setzt und wohl die stärkste Dichte an Atomkraftwerken gemessen an der zur Verfügung stehenden Fläche aufweist.

Jetzt hat Japan nicht nur das Problem mit zerstörten Städten durch das Erdbeben vom 11. März 2011 - übrigens nicht nur eines mit der Stärke 8,9, sondern noch viele der Stärke 6+ in kurzen Zeitabständen hintereinander (derzeit noch hier nachzuschauen). Zu allem Überfluss kam auch noch ein Tsunami auf einige Orte der japanischen Ostküste zu. Und jetzt auch noch die Atomkatastrophe durch bislang einen explodierten Reaktor - vielleicht auch bald ein zweiter. Weitere Erdbeben der Stärke 7+ werden für die nächste Zukunft auch befürchtet.


Japan ist so ein kleines Land, die Entfernung zwischen der Hauptstadt Tokio zum defekten Atomkraftwerk in Fukushima ist eigentlich ein Katzensprung - zumindest für die Giftwolke, die zu erwarten ist. Ich möchte mir überhaupt nicht ausdenken oder vorstellen, was jetzt mit den Menschen in Japan passieren wird. Ich habe nur das Gefühl, dass man eigentlich das gesamte Land evakuieren sollte.

Hoffentlich täusche ich mich, aber mir kommt es so vor, als ob bis jetzt nur die halbe Wahrheit in die Welt getragen wurde und die Situation noch wesentlich brisanter ist, als man es der Öffentlichkeit vorsetzt. Nukleare Strahlen kennen keine Landesgrenzen, sie betreffen mehr oder weniger die ganze Welt. Wegschauen geht nicht!

Gestern erst gab es eine Menschenkette von Neckarwestheim nach Stuttgart, um auf die Problematik der Kernenergie aufmerksam zu machen. Statt erwarteter 40.000 nahmen weit über 60.000 Menschen an dieser Aktion teil. Der Zeitpunkt um die Atomdebatte erneut zu entfachen könnte kaum passender gewählt sein: zum einen 25-jähriges Jubiläum des Reaktorunfalls in Tschernobyl (26. April 1986), zum anderen die jüngsten Ereignisse in Japan. Für mich gibt es nur eine Lösung: Ausstieg aus der Atomenergie und Förderung von alternativer und nachhaltiger Energiegewinnung, bevor es endgültig zu spät ist.

Zurück nach Japan: Über Google wird ein Personenfinder bereitgestellt, über den eine Datenbank aufgebaut wird bezüglich vermisster Personen oder Personen, über deren Verbleib man etwas weiß - natürlich bezogen auf das aktuelle Unglück in Japan.



Donnerstag, 10. März 2011

Dietrich Wagner im Interview zu den Vorfällen am 30.09.2010 in Stuttgart

Vor einer Woche gab es bei fluegel.tv eine Sondersendung, in der Dietrich Wagner über eine Stunde von Thorsten Puttenat aka Putte interviewt wurde. Dietrich Wagner erlangte am 30.09.2010 traurige Berühmtheit, als das Bild seiner schweren Augenverletzungen durch die Medien ging.

Hier spricht er unzensiert und offen über seine Erlebnisse vor, während und nach dem "Schwarzen Donnerstag" in Stuttgart.

Ich finde diese beiden Videos überaus sehens- bzw. hörenswert und finde, sie sollten noch ziemlich weite Verbreitung finden, vor allem vor dem 27. März 2011. Teilen ist ausdrücklich erwünscht!




Dienstag, 8. März 2011

Politischer Faschingsumzug in der Karnevalshochburg Stuttgart

Jetzt ist die 5. Jahreszeit dann so gut wie vorbei, spätestens morgen im Grauen des Tages werden die letzten Narren feuchtfröhlich nach Hause torkeln. Ich sah schon einen zur besten Uhrzeit gegen 18:00 Uhr in Schlangenlinien den Gehweg entlang tänzeln und mit dem Handy in seiner Hosentasche quatschend.

Der Faschingsumzug in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs und der derzeitigen Hauptstadt des Widerstandes war mal wieder so politisch wie noch nie. Man musste es nur richtig zu deuten wissen, nicht alle Botschaften der diversen Karnevalsvereine und deren Inszenierungen waren sofort auf den ersten Blick erkennbar.

Keinesfalls chronologisch, sondern ganz nach Lust und Laune werde ich jetzt hier mal die schönsten Inszenierungen präsentieren, die mir so vor die Kamera gelaufen sind und zufällig dann auch noch einigermaßen scharf auf Zelluloid gebannt wurden. Oder so ähnlich.


Diese Delegation des Vereins Gewichtbeobachter Pink-Weiß e.V. setzt sich für bessere Kennzeichnung von Genussmitteln durch das Ampelsystem ein. Wenn ich es richtig beobachtet habe, so haben sie von der normalerweise 20-köpfigen Truppe nur 25 % zur Veranstaltung geschickt, weil der Platzbedarf sonst enorm gestiegen wäre.


Mit einem fröhlichen "Wasser Marsch!" präsentierte sich der Reit- und Fahrverein Blau-Grün e.V., der auch dieses Jahr wieder stark präsent war. Dieser Verein setzt sich verstärkt für die Sicherheit im Lande ein und hat im vergangenen Jahr wiederholt für Schlagzeilen gesorgt - nicht nur wegen der Umfunktionierung des Rasens vor dem Landtag zur Pferdekoppel sondern auch wegen ungewöhnlicher Rasensprengeinsätze im mittleren Schlossgarten, bei denen es zu bedauerlichen Kollateralschäden kam, die aber dank eines eigens einberufenen Untersuchungsausschusses letztlich doch nicht in der Verantwortung des genannten Reit- und Fahrvereins lagen.


Das Prinzenpaar vom Fasanenhof Schwarz-Gold e.V. - erkennbar an den gestreiften Federn an seiner Prinzenkappe - verteilte großzügig Süßes an Kinder in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten. Wer letzte Woche schon einen Antrag abgegeben hatte, konnte heute nachmittag direkt aus der Hand der Prinzessin vom Fasanenhof ein Bombole (Bonbon) in Empfang nehmen. Der Andrang war riesig, alle 50 m wartete ein/e Erziehungsberechtigte/r mit bettelnden Augen auf das Bonbon für das Kind. Pech hatte nur, wer mit mehr als einem Kind unterwegs war: die mussten sich das Bonbon dann reihum teilen. Die politische Botschaft: wir kehren zurück zur demokratisch gewählten Monarchie.


In Anbetracht der bald bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg ließ sich dieses Jahr auf dem Faschingsumzug auch einer der ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes blicken - wohl auch um einem seiner zukünftigen Ex-Nachfolger Mut zu machen, dass es auch noch ein Leben nach dem Amt des Ministerpräsidenten gibt - und sei es nur, um wichtige Repräsentationsaufgaben wahrzunehmen.


Die Truppe des Vereins Rot-Weiß-Blond e.V. führte heute schon mal die ab kommendem Schuljahr verpflichtende Schuluniform für Grundschüler vor. Weißes Röckchen, rote Jacke und rote Allwetterstiefel, die im Winter warm halten und im Sommer die Füße vor der Hitze schützen. So muss es sein! Endlich mal eine positive Errungenschaft der diversen Schulreformen der letzten Jahre.


Für die musikalische Unterhaltung sorgten dieses Jahr neben Spielmannszügen auch wieder jede Menge Bands mit Guggenmusik, die die Lautstärke betreffend durchaus noch ein paar Dezibel mehr zu bieten hatten als der mittlerweile traditionelle Schwabenstreich.


Eine Delegation der Gesellschaft Zigeunerinsel Stuttgart 1910 e. V. war in den derzeitigen Landtagsfarben unterwegs, gelb-schwarz. Das tragen sie übrigens schon länger in dieser Kombination, ich weiß jetzt nicht genau, wie lange, aber aller höchstens seit 56 Jahren - zumindest die schwarzen Hosen und Kappen. Eigentlich sehen sie ja aus wie Husaren, aber in Wirklichkeit repräsentieren sie die regierende Elite des Landes. Übrigens, bei meinen Recherchen zur Zigeunerkluft habe ich dann rein zufällig hier noch ein Bild des Oberzigeuners gefunden.


Auch das sind Abgesandte der Zigeunerinsel Stuttgart - doch diesmal die Mädels und damit was völlig anderes, was die politische Aussage dieser Truppe betrifft. Halten die Herren oben noch an der Farbkombination Gelb-Schwarz fest, so sind die Damen - und zwar nicht nur zum heutigen Weltfrauentag - doch mindestens zwei Nasenlängen voraus. Sie tragen Rot-Grün! Narri! Narro! Helau! Alaaf!


Wagen Nr. 19 brachte eine geballte Ladung Weiblichkeit vorbei und machte damit ganz penetrant auf den heutigen Weltfrauentag aufmerksam. Es gibt ja zwei Tage im Jahr, an denen man der Frauen gedenkt, einmal der Weltfrauentag am 8. März für alle Frauen und insbesondere die, die noch keinen Nachwuchs haben, und dann noch der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai, an welchem man ganz besonders den Frauen dankt, die ihre Figur, ihre Freiheit und ihren ehemaligen gesellschaftlichen Status zum Wohle der Gesellschaft geopfert und potentielle SteuerzahlerInnen in die Welt gesetzt haben, aus denen möglicherweise auch mal ein späterer Ministerpräsident oder eine Bundeskanzlerin hervor gehen werden.


Nein, das war nicht das Papamobil. Auch nicht der mobile Untersatz des Landesvaters. Nein. Das war ganz einfach der allradangetriebene Mercedes vom Schweinemuseum im Stuttgarter Osten. Dass der Wagen schwarz ist, ist reiner Zufall. Die Ballons und die Schweine drum herum sind ja schließlich auch nicht gelb. Also: Schweinemuseum Stuttgart im Alten Schlachthof. Kann mir mal einer sagen, warum ich jetzt an den 27. März 2011 denken muss? Habe gerade irgendwie das Konzept aus den Augen verloren, nachdem ich das hier entdeckt habe.


Aus welchem Gäu dieser Abgesandte kam, kann ich leider nicht mehr nachvollziehen. So richtig spacig sah er ja eigentlich nicht aus, sonst hätte ich ihn als Vertreter der Landesgruppe ALLgäu-Schwaben e. V. vermutet. Aber seine Krachlederne war schon ganz schön cool bestüickt und mit der Hawaiikette hat er quasi den Bogen zur internationalen Völkerverständigung gespannt. Die Mädels hinter ihm laufen akurat auf der weißen Linie - "Hut ab!" kann man da nur sagen, "gut trainiert!"


Als Wagen Nr. 47 schwebte dann noch so eine Art Leibhaftiger über der Stadt, der mit einem Mordsgerät von Kehrmaschine mal die Luft ein bißchen durcheinander wirbelte und für frischen Wind sorgte. Am Bug des Wagens hingen dann übrigens zwei Hexen, die man immer über die Köpfe des gemeinen Fußvolkes hinweg schleuderte. Leider sind meine Bilder von den geschleuderten Hexen nicht so richtig scharf geworden.


Also er nun, auf diesem Wagen, er erinnerte mich so stark an jemanden. Leider komme ich einfach nicht dahinter. Pumuckl kann's nicht sein, dessen Haare sind mehr orange, ein Esel kann es auch nicht sein, der hat ein klein wenig andere Ohren. König Ludwig der 14., 15. oder 16. wohl auch nicht obwohl der so ein ähnliches Jabot auf seinen Portraits in Öl trägt. Aber wer könnte es nur sein... das Kinn... der Mund... der Blick...


Den vorläufigen Höhepunkt der Veranstaltung bildete dann der Trupp vom AWS Orange e. V., der sämtliche ungeäußerten politischen Parolen unter die nichtvorhandenen Teppiche kehrte bzw. mit dem Turbosauger auch die letzten Schnipsel der vernichteten Akten nahegelegener Behörden wieder einsackte. Umzug fertig, Konfetti weg, bleibt nur noch der politische Aschermittwoch, um mal kräftig auf den Putz zu hauen.


Pustekuchen! Einer kam noch hinterher. Oder besser eine. Oder was!? Jedenfalls hat dieses leicht geschürzte und gefiederte Wesen auf die Klimaerwärmung in Nord- und Mitteleuropa aufmerksam gemacht, nicht anders ist zu erklären, warum jemand mitten Anfang März halb nackt auf der Straße steht. Egal, Klima warm oder nicht, ein hübscher Anblick war's allemal und Brasilien war hiermit auch auf dem Stuttgarter Faschingsumzug vertreten, was nicht zuletzt der internationalen Völkerverständigung zugute kommt.

In diesem Sinne: Narrinarrohelaualaaf!

Montag, 7. März 2011

Rosenmontagsumzug in Stuttgart

Heute war ja Rosenmontag, der meistens kurz vor dem Faschingsdienstag ist und oftmals auch mit Karnevalsveranstaltungen, insbesondere Rosenmontagsumzügen einher geht. So auch in Stuttgart. Nur war es eben ein ganz spezieller Rosenmontag, getreu dem Motto "Oben bleiben".

Bevor ich jetzt hier viel texte, werde ich einfach Bilder sprechen lassen und mich klammheimlich mal verdünnisieren.



















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