Vor ein paar Wochen bewarb ich mich bei Arla für die Aktion "Schmetterling flieg". Es werden 5.000 Schmetterlingszüchter gesucht, die nach Annahme der Bewerbung ein Aufzuchtset zugesandt bekommen. Dieses kommt in zwei Lieferungen. Die erste beinhaltet Infomaterial, einen Bestellcode für die Raupen und einen Behälter, in dem man die fertigen Schmetterlinge noch ein paar Tage beobachten kann, bevor man sie in die Freiheit entlässt
Mit dem Bestellcode kann man sich beim Versender der Raupen 5 Exemplare anfordern, die zusammen mit Futter, Behälter und Pipette dann an die angegebene Adresse geschickt werden. Damit der Empfänger auch zuhause ist, kann man sich vorher einen Termin auswählen, an dem die Räupchen verschickt werden sollen.
Wer gerne Züchter werden möchte, der sollte sicherstellen, dass er wirklich bis zu 5 Wochen Zeit hat, sich um die Raupen und die daraus entstandenen Schmetterlinge zu kümmern. Es werden übrigens Raupen vom Distelfalter verschickt, also nicht wundern, wenn dann kein Tagpfauenauge aus dem Kokon schlüpft!
Besonders interessant dürfte die Aktion für alle Haushalte mit Kindern sein. Spätestens seit die Aktion "Jugend forscht" ins Leben gerufen wurde, müsste bekannt sein, dass in jedem Kind ein kleiner Forscher und Wissenschaftler steckt. Aber nicht nur Privathaushalte kommen als Bewerber in Frage, sondern auch Kindergärten und Schulen, wo man so eine Schmetterlingszucht bestimmt noch interessant in den Alltag vor den Sommerferien integrieren kann. Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine gute Motivation für SchülerInnen ist, die endlos langen Wochen vor den großen Ferien noch gut zu überstehen!
Wer sich jetzt bewerben möchte, kann dies entweder über die Facebookseite von Arla tun oder direkt auf deren Homepage. Name, Adresse und ggf. Institution werden abgefragt, ein Bild kann man hochladen - vielleicht von einem Schmetterling, so wie ich - und dann noch ein paar Sätze dazu schreiben, warum man gerne Schmetterlingszüchter werden möchte.
So wie es aussieht sind die Chancen recht gut, den Zuschlag zu bekommen. Und meine Tochter freut sich natürlich schon riesig. Letztes Jahr haben wir aus Kaulquappen erfolgreich Fröschlein herangezogen und wieder ausgewildert, dieses Jahr werden wir eben aus Raupen Schmetterlinge basteln...
Sobald ich die Raupen habe, werde ich natürlich hin und wieder in diesem Blog von deren Entwicklung berichten.
Übrigens, die Firma, die die Insektenzuchtsets vertreibt, hat auch diese possierlichen Tierchen im Programm.
Donnerstag, 26. April 2012
Mittwoch, 25. April 2012
Kakerlaken in der Küche?
Nicht bei mir, werden jetzt die meisten Leser vermutlich denken oder hoffen. Kakerlaken gehören nicht gerade zu den beliebtesten Hausbewohnern hierzulande. Wer sie hat, versucht normalerweise, diese hübschen Krabbeltierchen so schnell wie möglich wieder loszuwerden.
In manchen Ländern hingegen gehören die Küchenschaben einfach zum Interieur dazu. Man hat sich sozusagen mit ihnen arrangiert. Tagsüber wohnen die Menschen in der Behausung und nachts machen dann dafür die Cockroaches, wozu sie gerade aufgelegt sind. Zum Beispiel Speisereste futtern, Hautschüppchen abknabbern oder getrocknete Speichelreste zwischen Barthaaren entfernen.
Und macht der Bewohner dann das Licht an, dann verschwinden sie bestenfalls alle flugs in den Ritzen im Boden, in den Wänden und in den Möbeln. Ganz unbeliebt sind diese Krabbler in der Gastronomie oder in der lebensmittelherstellenden Branche. Wer sie hat, egal ob Gastwirt oder Bäcker, der sollte sie so schnell wie möglich wieder loswerden, sonst ist er womöglich bald seine Konzession los.
Dass diese Tierchen auch in gepflegtere Speisetempel immer mal wieder einmarschieren, ist ein offenes Geheimnis. Nur achten diese über regelmäßige Screenings viel besser darauf, ob sie sich einen Kakerlak gefangen haben und versuchen dann entsprechend rechtzeitig zu handeln, bevor Herr und Frau Kakerlak entschließen, sich hemmungslos zu vermehren. Deswegen dürfte in der gehobenen Gastronomie die Erscheinung so eines possierlichen Tierleins eher selten sein.
Hingegen in der gehobenen Hotelerie der USA muss man schon damit rechnen, auf dem Etagenflur, an der Strandbar oder im Hotelzimmer freundlich von einem Tierchen begrüßt zu werden. Ob das Lied "La Cuccaracha" wohl dadurch entstanden ist, dass manche Leute beim Anblick dieser Viecher gleich so komische tanzähnliche Darbietungen geben und hüpfend, fuchtelnd und wedelnd versuchen, die Sechsbeiner zu verscheuchen und ihrer eigenen Angst Herr zu werden!? Mir jedenfalls sind im Hilton in Miami doch einige dieser Dinger begegnet, und zwar richtig große von gefühlten 7 cm Länge.
Wer jedoch so gar keine Berührungsängste mit den gemeinen Küchenschaben oder Kingsize Cockroaches hat, der kann sich diese possierlichen Tierchen ins traute Heim holen so sie den Weg dorthin noch nicht gefunden haben. Soeben habe ich nämlich im Rahmen einer ganz anderen Aktion die Entdeckung gemacht, dass man sich für schlappe 21 Britische Pfund fünf Kakerläkchen zuschicken lassen kann. Das ist doch mal 'ne Sache, vor allem angesichts des nahenden Muttertages! Wieso immer tote Schnittblumen schenken, wenn man auch mal was lebendiges für die Küche versenden kann!?
Also, wer von dieser Idee begeistert ist und gerne 5 dieser reizenden Tierchen bestellen möchte, der kann das direkt hier erledigen!
In manchen Ländern hingegen gehören die Küchenschaben einfach zum Interieur dazu. Man hat sich sozusagen mit ihnen arrangiert. Tagsüber wohnen die Menschen in der Behausung und nachts machen dann dafür die Cockroaches, wozu sie gerade aufgelegt sind. Zum Beispiel Speisereste futtern, Hautschüppchen abknabbern oder getrocknete Speichelreste zwischen Barthaaren entfernen.
| Mit freundlicher Genehmigung veröffentlicht (c) L.O.P. |
Und macht der Bewohner dann das Licht an, dann verschwinden sie bestenfalls alle flugs in den Ritzen im Boden, in den Wänden und in den Möbeln. Ganz unbeliebt sind diese Krabbler in der Gastronomie oder in der lebensmittelherstellenden Branche. Wer sie hat, egal ob Gastwirt oder Bäcker, der sollte sie so schnell wie möglich wieder loswerden, sonst ist er womöglich bald seine Konzession los.
Dass diese Tierchen auch in gepflegtere Speisetempel immer mal wieder einmarschieren, ist ein offenes Geheimnis. Nur achten diese über regelmäßige Screenings viel besser darauf, ob sie sich einen Kakerlak gefangen haben und versuchen dann entsprechend rechtzeitig zu handeln, bevor Herr und Frau Kakerlak entschließen, sich hemmungslos zu vermehren. Deswegen dürfte in der gehobenen Gastronomie die Erscheinung so eines possierlichen Tierleins eher selten sein.
Hingegen in der gehobenen Hotelerie der USA muss man schon damit rechnen, auf dem Etagenflur, an der Strandbar oder im Hotelzimmer freundlich von einem Tierchen begrüßt zu werden. Ob das Lied "La Cuccaracha" wohl dadurch entstanden ist, dass manche Leute beim Anblick dieser Viecher gleich so komische tanzähnliche Darbietungen geben und hüpfend, fuchtelnd und wedelnd versuchen, die Sechsbeiner zu verscheuchen und ihrer eigenen Angst Herr zu werden!? Mir jedenfalls sind im Hilton in Miami doch einige dieser Dinger begegnet, und zwar richtig große von gefühlten 7 cm Länge.
Wer jedoch so gar keine Berührungsängste mit den gemeinen Küchenschaben oder Kingsize Cockroaches hat, der kann sich diese possierlichen Tierchen ins traute Heim holen so sie den Weg dorthin noch nicht gefunden haben. Soeben habe ich nämlich im Rahmen einer ganz anderen Aktion die Entdeckung gemacht, dass man sich für schlappe 21 Britische Pfund fünf Kakerläkchen zuschicken lassen kann. Das ist doch mal 'ne Sache, vor allem angesichts des nahenden Muttertages! Wieso immer tote Schnittblumen schenken, wenn man auch mal was lebendiges für die Küche versenden kann!?
Also, wer von dieser Idee begeistert ist und gerne 5 dieser reizenden Tierchen bestellen möchte, der kann das direkt hier erledigen!
Dienstag, 24. April 2012
Rezension: "Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals" von Michaela Karl
Über die Plattform "Blogg dein Buch" habe ich das Buch von Michaela Karl mit dem vielversprechenden Titel "Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals - Zelda und F. Scott Fitzgerald - Eine Biografie" erhalten. Das Cover, der Titel und der Kladdentext versprechen mir literarischen Genuss und weckten gleich eine gewisse Vorfreude auf diese Biografie.
Ich bin bekennender Jazzfan, liebe diese Musik und das Lebensgefühl dieser Jazz-Ära, die in diesem Buch die Hintergrundkulisse bilden soll. Entsprechend sind auch meine Erwartungen an das Buch. Ich rechne mit guter Unterhaltung, wechselnden Stimmungsbildern, verrückten Dialogen - schlicht: mit einer unglaublichen Lebhaftigkeit. So wie man es eben vom Jazz gewohnt ist, so wie Filme aus dieser Zeit sind und so wie Literatur aus dieser Zeit ist.
Kurz zum Inhalt: Es soll in dieser Biografie das Leben des F. Scott Fitzgerald zusammen mit seiner Frau Zelda nachgezeichnet werden. Die beiden führten ein Leben am Rande des Abgrunds, tanzten oft genug auf dem sprichwörtlichen Vulkan und machten durch verrückte Kapriolen und exzessiven Alkoholgenuss von sich reden. Sie waren beide als Künstler erfolgreich, aber gleichzeitig standen sie in Konkurrenz zueinander, was zudem zu psychischen Problemen führte und damit auch zur Selbstzerstörung. Ein sehr kontrastreiches Leben also, wechselnd zwischen den absoluten Sonnenseiten als Superstars ihrer Zeit zu den tiefsten schattigen Gefilden in Form von Abstürzen und Depressionen.
Ich erhielt also dieses Buch, packte es aus und von außen gefiel es mir gleich sehr gut. Gute Verarbeitung, schönes Cover mit einer Atmosphäre wie der anbrechende Morgen nach einer durchgemachten Nacht. Ich blätterte in dem Buch, was ich immer mache, gleich ob es sich um einen Roman oder einen Bildband handelt, und erschrak erstmal.
Abgesehen von einem kleinen Bildteil in der Mitte des Buches und abgesehen von ein paar wenigen Kapitelüberschriften sah ich eine absolute Bleiwüste vor mir. Jede Menge Text und fast keine Absätze, optische Unterbrechungen oder Gliederungen. Nun denn, es kommt ja auf den Inhalt an, oder!?
Ich fing an zu lesen, am gleichen Abend noch, als ich das Buch erhalten hatte. Das Buch begann nach dem Prolog mit der Geburt und Kindheit von F. Scott Fitzgerald, die sich beim Lesen doch ziemlich in die Länge zog. Ich hegte insgeheim die Hoffnung, dass nur der Anfang ein wenig anstrengend sein möge und es dann gegen später, wenn man in die Story hineingefunden hat, richtig spannend würde.
Pustekuchen! Es ging gerade so weiter, dass sich die Kindheit und Adoleszenz des F. Scott Fitzgerald las wie eine staubtrockene Abhandlung über die Zeit des Jahrhundertwechsels und die Anfänge des 20. Jahrhunderts in den USA. Ganz unter uns: ich schaffte kaum 2 Seiten am Tag. Las ich abends im Bett, schlief ich selbstverständlich ganz automatisch dabei ein, las ich tagsüber - nicht im Bett - machten sich meine Gedanken während des Lesens selbstständig und wanderten überall umher, nur nicht im Buch. Das führte dazu, dass ich Sätze x-mal lesen musste, bevor zu meinem Bewusstsein deren Inhalt vordrang.
Die besten Gegebenheiten also, um ein Buch zu lesen. Irgendwann wurde es mir schlicht und ergreifend zu lästig und ich blätterte mehr nach vorne, in der Hoffnung, ein paar Kapitel weiter den Einstieg zu finden. Nichts - nada - niente. Ich fand ihn nicht!
Die Autorin Michaela Karl hat sicherlich gut recherchiert und sicherlich fundierte Kenntnisse über das Thema erworben. Aber leider ist daraus keine faszinierende Biografie über ein faszinierendes Zeitalter geworden. Sondern einfach nur eine staubtrockene Abhandlung, die ich einfach nicht vollständig lesen kann. Vielleicht gibt es Liebhaber dieses Schreibstils, der weitgehend im Präsenz erzählt und berichtet, wie ein Wissenschaftler über seine Beobachtungen unter dem Mikroskop: emotionslos, sachlich, ohne Dialoge und Spannungsbogen. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu.
"Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals"
ZELDA und F. SCOTT FITZGERALD
Eine Biografie
Autorin: Michaela Karl
Residenz Verlag
320 Seiten, gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3701732579
€ 24,90
Ich bin bekennender Jazzfan, liebe diese Musik und das Lebensgefühl dieser Jazz-Ära, die in diesem Buch die Hintergrundkulisse bilden soll. Entsprechend sind auch meine Erwartungen an das Buch. Ich rechne mit guter Unterhaltung, wechselnden Stimmungsbildern, verrückten Dialogen - schlicht: mit einer unglaublichen Lebhaftigkeit. So wie man es eben vom Jazz gewohnt ist, so wie Filme aus dieser Zeit sind und so wie Literatur aus dieser Zeit ist.
Kurz zum Inhalt: Es soll in dieser Biografie das Leben des F. Scott Fitzgerald zusammen mit seiner Frau Zelda nachgezeichnet werden. Die beiden führten ein Leben am Rande des Abgrunds, tanzten oft genug auf dem sprichwörtlichen Vulkan und machten durch verrückte Kapriolen und exzessiven Alkoholgenuss von sich reden. Sie waren beide als Künstler erfolgreich, aber gleichzeitig standen sie in Konkurrenz zueinander, was zudem zu psychischen Problemen führte und damit auch zur Selbstzerstörung. Ein sehr kontrastreiches Leben also, wechselnd zwischen den absoluten Sonnenseiten als Superstars ihrer Zeit zu den tiefsten schattigen Gefilden in Form von Abstürzen und Depressionen.
Ich erhielt also dieses Buch, packte es aus und von außen gefiel es mir gleich sehr gut. Gute Verarbeitung, schönes Cover mit einer Atmosphäre wie der anbrechende Morgen nach einer durchgemachten Nacht. Ich blätterte in dem Buch, was ich immer mache, gleich ob es sich um einen Roman oder einen Bildband handelt, und erschrak erstmal.
Abgesehen von einem kleinen Bildteil in der Mitte des Buches und abgesehen von ein paar wenigen Kapitelüberschriften sah ich eine absolute Bleiwüste vor mir. Jede Menge Text und fast keine Absätze, optische Unterbrechungen oder Gliederungen. Nun denn, es kommt ja auf den Inhalt an, oder!?
Ich fing an zu lesen, am gleichen Abend noch, als ich das Buch erhalten hatte. Das Buch begann nach dem Prolog mit der Geburt und Kindheit von F. Scott Fitzgerald, die sich beim Lesen doch ziemlich in die Länge zog. Ich hegte insgeheim die Hoffnung, dass nur der Anfang ein wenig anstrengend sein möge und es dann gegen später, wenn man in die Story hineingefunden hat, richtig spannend würde.
Pustekuchen! Es ging gerade so weiter, dass sich die Kindheit und Adoleszenz des F. Scott Fitzgerald las wie eine staubtrockene Abhandlung über die Zeit des Jahrhundertwechsels und die Anfänge des 20. Jahrhunderts in den USA. Ganz unter uns: ich schaffte kaum 2 Seiten am Tag. Las ich abends im Bett, schlief ich selbstverständlich ganz automatisch dabei ein, las ich tagsüber - nicht im Bett - machten sich meine Gedanken während des Lesens selbstständig und wanderten überall umher, nur nicht im Buch. Das führte dazu, dass ich Sätze x-mal lesen musste, bevor zu meinem Bewusstsein deren Inhalt vordrang.
Die besten Gegebenheiten also, um ein Buch zu lesen. Irgendwann wurde es mir schlicht und ergreifend zu lästig und ich blätterte mehr nach vorne, in der Hoffnung, ein paar Kapitel weiter den Einstieg zu finden. Nichts - nada - niente. Ich fand ihn nicht!
Die Autorin Michaela Karl hat sicherlich gut recherchiert und sicherlich fundierte Kenntnisse über das Thema erworben. Aber leider ist daraus keine faszinierende Biografie über ein faszinierendes Zeitalter geworden. Sondern einfach nur eine staubtrockene Abhandlung, die ich einfach nicht vollständig lesen kann. Vielleicht gibt es Liebhaber dieses Schreibstils, der weitgehend im Präsenz erzählt und berichtet, wie ein Wissenschaftler über seine Beobachtungen unter dem Mikroskop: emotionslos, sachlich, ohne Dialoge und Spannungsbogen. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu.
"Wir brechen die 10 Gebote und uns den Hals"
ZELDA und F. SCOTT FITZGERALD
Eine Biografie
Autorin: Michaela Karl
Residenz Verlag
320 Seiten, gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3701732579
€ 24,90
Montag, 23. April 2012
Welttag des Buches 2012
Heute ist nicht nur der "Tag des deutschen Bieres", nein, es ist auch der Welttag des Buches. Aus diesem Anlass hat sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eine ganz besondere Aktion einfallen lassen. Anfang des Jahres wurden 33.333 Buch-Schenker gesucht, die im Rahmen der Aktion "Lesefreunde" zum Welttag des Buches Bücher verschenken möchten.
Ich hatte mich dafür im Januar beworben und prompt im März eine Zusage erhalten. Am 16. April 2012 konnte ich dann 30 Exemplare des von mir ausgewählten Titels bei einer Buchhandlung in meiner Nähe abholen. Tolle Aktion und vor allem die erste dieser Art zum Welttag des Buches. Seither gab es immer die kleinen Lesebücher für Kinder gratis in Buchhandlungen, manchmal entdeckte ich auch eines für erwachsene Leser.
Dieses Mal werden eben außerdem Bücher direkt von Mensch zu Mensch verschenkt, mit der Intention, die Leute wieder mehr zum Bücher lesen zu bringen. Gelesen wird tagtäglich sicherlich viel, vermutlich aber mehr und mehr online am PC oder digital über E-Book-Reader. Das Lesen eines papiernen Buches scheint fast schon ein wenig "old school" zu sein.
Aus 25 zur Wahl stehenden Buchtiteln habe ich mir folgenden zum Verschenken ausgewählt: "Schuld" von Ferdinand von Schirach. Ich habe dieses Buch erst zum Jahreswechsel selbst gelesen und für lesenswert befunden. Es sind 15 Strafrechtsfälle, die vom Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach in knackig geschriebene Kurzgeschichten verpackt wurden. Gut zu lesen, zum Nachdenken anregend und sowohl für Wenigleser als auch für Profis gleichermaßen interessant.
Über die Hälfte der 30 Exemplare habe ich nun schon verschenkt und ich habe bisher nur positive Resonanz erlebt. Zunächst sind die Leute natürlich überrascht, dass sie einfach so ein Buch geschenkt bekommen. Manche kannten die Aktion, manche nicht, aber alle haben sich über das Buch bis jetzt gefreut, egal ob älter oder jünger, männlich oder weiblich, deutsche MuttersprachlerInnen oder ausländische MitbürgerInnen - ein Buch als Geschenk scheint gut anzukommen!
Ich habe noch eine Liste mit Leuten, die von mir noch mit diesem Buch bedacht werden sollen, die ich aber bis jetzt noch nicht erreichen konnte. Aber ich bin mir sicher, dass ich alle Exemplare in gute Hände gebe und bei dem einen oder anderen bestimmt die Leselust (wieder) erwacht.
Heute abend gibt es dann übrigens noch ab 17:30 Uhr eine Live-Übertragung der "Weltnacht des Buches", das Programm und den Zugang zur Übertragung gibt es hier.
Hoffentlich gibt es nächstes Jahr wieder so eine tolle Aktion!
Ich hatte mich dafür im Januar beworben und prompt im März eine Zusage erhalten. Am 16. April 2012 konnte ich dann 30 Exemplare des von mir ausgewählten Titels bei einer Buchhandlung in meiner Nähe abholen. Tolle Aktion und vor allem die erste dieser Art zum Welttag des Buches. Seither gab es immer die kleinen Lesebücher für Kinder gratis in Buchhandlungen, manchmal entdeckte ich auch eines für erwachsene Leser.
Dieses Mal werden eben außerdem Bücher direkt von Mensch zu Mensch verschenkt, mit der Intention, die Leute wieder mehr zum Bücher lesen zu bringen. Gelesen wird tagtäglich sicherlich viel, vermutlich aber mehr und mehr online am PC oder digital über E-Book-Reader. Das Lesen eines papiernen Buches scheint fast schon ein wenig "old school" zu sein.
Aus 25 zur Wahl stehenden Buchtiteln habe ich mir folgenden zum Verschenken ausgewählt: "Schuld" von Ferdinand von Schirach. Ich habe dieses Buch erst zum Jahreswechsel selbst gelesen und für lesenswert befunden. Es sind 15 Strafrechtsfälle, die vom Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach in knackig geschriebene Kurzgeschichten verpackt wurden. Gut zu lesen, zum Nachdenken anregend und sowohl für Wenigleser als auch für Profis gleichermaßen interessant.
Über die Hälfte der 30 Exemplare habe ich nun schon verschenkt und ich habe bisher nur positive Resonanz erlebt. Zunächst sind die Leute natürlich überrascht, dass sie einfach so ein Buch geschenkt bekommen. Manche kannten die Aktion, manche nicht, aber alle haben sich über das Buch bis jetzt gefreut, egal ob älter oder jünger, männlich oder weiblich, deutsche MuttersprachlerInnen oder ausländische MitbürgerInnen - ein Buch als Geschenk scheint gut anzukommen!
Ich habe noch eine Liste mit Leuten, die von mir noch mit diesem Buch bedacht werden sollen, die ich aber bis jetzt noch nicht erreichen konnte. Aber ich bin mir sicher, dass ich alle Exemplare in gute Hände gebe und bei dem einen oder anderen bestimmt die Leselust (wieder) erwacht.
Heute abend gibt es dann übrigens noch ab 17:30 Uhr eine Live-Übertragung der "Weltnacht des Buches", das Programm und den Zugang zur Übertragung gibt es hier.
Hoffentlich gibt es nächstes Jahr wieder so eine tolle Aktion!
Mittwoch, 11. April 2012
Endlich wieder Spargelsaison!
Jedes Jahr aufs neue freue ich mich schon auf die Erdbeer- und Spargelsaison. Im Frühjahr gehört es für mich einfach dazu, möglichst oft frischen Spargel mit neuen Kartoffeln zu genießen und zum Nachtisch Erdbeeren mit flüssiger Sahne. Sehr lecker und sehr gesund!
Früher als Kind mochte ich Spargel nicht so besonders, meine Schwester hatte gar die Marotte, stets nur die Köpfe zu essen und den Rest auf dem Teller liegen zu lassen. Mein Vater erbarmte sich dann und verzehrte die von uns Kindern verschmähten Spargelstangen bzw. die kopfamputierten Spargelreste. Schließlich ist es ein teures Gemüse, das man nicht einfach so entsorgen möchte...
Mittlerweile aber mögen wir alle Spargel, vermutlich haben wir uns allmählich an den Geschmack gewöhnt. Ich habe mal gelesen, man muss ein Nahrungsmittel nur ca. 16 mal verspeisen, dann gewöhnt man sich daran und empfindet es irgendwann als wohlschmeckend.
Den Spargel hole ich hier immer auf unserem Wochenmarkt, der dienstags, donnerstags und samstags stattfindet. Da ist er am frischesten und ich kann mich hier auf wirklich gute Qualität verlassen. Ich habe da so meinen Spezialstand auf dem Markt, direkt aus Bruchsal, wo es dann auch gleich die passenden Frühkartoffeln dazu gibt und natürlich auch die Zutaten für den Nachtisch: Erdbeeren.
Selbstverständlich kaufe ich den Spargel ungeschält, weil das Spargelschälen irgendwie auch eine lustige Angelegenheit werden kann. Hier habe ich schon einmal darüber geschrieben. Außerdem muss ich dann keine Bedenken haben, dass die elfenbeinfarbenen Stangen austrocknen bevor ich sie zubereiten kann. Meistens bereite ich den Spargel schon direkt am Tag des Einkaufs zu, morgens gestochen, abends gekochen - oder so ähnlich...
Meine favorisierte Art der Zubereitung: Spargel in reichlich gesalzenem Wasser mit etwas Zucker bissfest garen, nebenher die festkochenden Neuen Kartoffeln zubereiten und kurz vor Schluss eine ordentliche Portion Butter zerlaufen lassen, die man sich später über Spargel und Kartoffeln gießt. Mehr braucht's für mich eigentlich nicht. Ich kann dann auch alleine gut und gern zwei Pfund Spargel verspeisen.
Hin und wieder gibt es auch gekochten oder rohen Schinken dazu, aber mehr wirklich nicht. Sehr klassisch und sehr einfach, nämlich einfach gut!
Manchmal mache ich auch aus weißem und grünem Spargel einen lauwarmen Spargelsalat. Dazu gehören außer gekochtem Spargel noch Radieschen, hartgekochte Eier, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln und Salz, Pfeffer, Essig und Öl. Das ganze am besten lauwarm genießen und ein frischen Baguette dazu...
Übrigens, bei Küchenatlas gibt es zum Thema Spargel gerade eine Blogparade. Da dürften noch ein paar andere interessante Blogbeiträge rund um das Frühlingsgemüse zusammen kommen! Einfach mal vorbeischauen und stöbern oder am besten gleich selbst mitmachen!
Früher als Kind mochte ich Spargel nicht so besonders, meine Schwester hatte gar die Marotte, stets nur die Köpfe zu essen und den Rest auf dem Teller liegen zu lassen. Mein Vater erbarmte sich dann und verzehrte die von uns Kindern verschmähten Spargelstangen bzw. die kopfamputierten Spargelreste. Schließlich ist es ein teures Gemüse, das man nicht einfach so entsorgen möchte...
Mittlerweile aber mögen wir alle Spargel, vermutlich haben wir uns allmählich an den Geschmack gewöhnt. Ich habe mal gelesen, man muss ein Nahrungsmittel nur ca. 16 mal verspeisen, dann gewöhnt man sich daran und empfindet es irgendwann als wohlschmeckend.
Den Spargel hole ich hier immer auf unserem Wochenmarkt, der dienstags, donnerstags und samstags stattfindet. Da ist er am frischesten und ich kann mich hier auf wirklich gute Qualität verlassen. Ich habe da so meinen Spezialstand auf dem Markt, direkt aus Bruchsal, wo es dann auch gleich die passenden Frühkartoffeln dazu gibt und natürlich auch die Zutaten für den Nachtisch: Erdbeeren.
Selbstverständlich kaufe ich den Spargel ungeschält, weil das Spargelschälen irgendwie auch eine lustige Angelegenheit werden kann. Hier habe ich schon einmal darüber geschrieben. Außerdem muss ich dann keine Bedenken haben, dass die elfenbeinfarbenen Stangen austrocknen bevor ich sie zubereiten kann. Meistens bereite ich den Spargel schon direkt am Tag des Einkaufs zu, morgens gestochen, abends gekochen - oder so ähnlich...
Meine favorisierte Art der Zubereitung: Spargel in reichlich gesalzenem Wasser mit etwas Zucker bissfest garen, nebenher die festkochenden Neuen Kartoffeln zubereiten und kurz vor Schluss eine ordentliche Portion Butter zerlaufen lassen, die man sich später über Spargel und Kartoffeln gießt. Mehr braucht's für mich eigentlich nicht. Ich kann dann auch alleine gut und gern zwei Pfund Spargel verspeisen.
Hin und wieder gibt es auch gekochten oder rohen Schinken dazu, aber mehr wirklich nicht. Sehr klassisch und sehr einfach, nämlich einfach gut!
Manchmal mache ich auch aus weißem und grünem Spargel einen lauwarmen Spargelsalat. Dazu gehören außer gekochtem Spargel noch Radieschen, hartgekochte Eier, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln und Salz, Pfeffer, Essig und Öl. Das ganze am besten lauwarm genießen und ein frischen Baguette dazu...
Übrigens, bei Küchenatlas gibt es zum Thema Spargel gerade eine Blogparade. Da dürften noch ein paar andere interessante Blogbeiträge rund um das Frühlingsgemüse zusammen kommen! Einfach mal vorbeischauen und stöbern oder am besten gleich selbst mitmachen!
Sonntag, 8. April 2012
Ostern 2012
Frohe Ostern und hoffentlich viel Sonnenschein und gute Laune wünsche ich allen meinen BlogleserInnen!
Leider kann ich nur von unterwegs aus schreiben, da ich seit Gründonnerstagmorgen vom Internet abgeschnitten bin und seitdem schon mindestens zehnmal ohne nennenswerte Erfolge mit dem Provider telefonieren durfte. Der rosa Riese übrigens. Bin gespannt, ab wann ich wieder Zugang habe. Das Telefon funktioniert, nur der Internetzugang nicht!
Leider kann ich nur von unterwegs aus schreiben, da ich seit Gründonnerstagmorgen vom Internet abgeschnitten bin und seitdem schon mindestens zehnmal ohne nennenswerte Erfolge mit dem Provider telefonieren durfte. Der rosa Riese übrigens. Bin gespannt, ab wann ich wieder Zugang habe. Das Telefon funktioniert, nur der Internetzugang nicht!
Montag, 2. April 2012
Wengerter Seminar von der Remstalkellerei - Teil 1
Einige meiner Leser dürften mittlerweile mitbekommen haben, dass ich in der Landeshauptstadt zwischen Wald und Reben wohne und von daher eine gewisse Nähe zum Weinbau in Baden-Württemberg schon von Haus aus gegeben ist. Man kommt hier einfach nicht daran vorbei.
Deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, dass ich als eine der ersten TeilnehmerInnen des Wengerter Seminars von der Remstalkellerei dabei bin. Zwar habe ich keinen Weinberg den ich bewirtschaften könnte, aber: Wer gerne guten Wein trinkt, soll ruhig auch wissen wie dieser angebaut wird und wieviel Arbeit hinter einem guten Tropfen steckt. Dann weiß man den Genuss wieder mehr zu schätzen. Das ist zumindest mein Hauptgrund, um an diesem Seminar teilzunehmen, aber auch um einfach mein Wissen zu erweitern und natürlich kann man die praktischen Lehrstunden im Wengert (schwäbisch für Weinberg) auch als erholsame und ausgleichende Freizeitbeschäftigung ansehen.
So war dies für einige andere Teilnehmer der Grund, nämlich dass sie zukünftig möglicherweise selbst Weinbau als Hobby betreiben wollen, weil sie entweder momentan noch verpachtete Weinberge im Hintergrund haben oder aber ein Wengert demnächst in Aussicht steht.
Vergangenen Freitag begann das Seminar mit einem Info-Abend in der Remstalkellerei, bei dem die Winzerin Corina Oesterle aus Schnait alles wissenswerte rund um den Weinbau und den Seminarablauf erzählte, das Ganze natürlich mit einer Weinverkostung und einer Kellerführung abgerundet.
Samstagmorgen ging es dann gleich mit dem praktischen Teil weiter. Um 9 Uhr traf man sich an der Kelter in Schnait und fuhr dann in Gruppen gemeinsam in den Wengert. Thema des ersten praktischen Seminartages war "Rebschnitt - Biegen - Binden". Die Witterung war zwar kühl, aber trocken, also optimal um im Weinberg aktiv zu sein.
Alle Teilnehmer waren outdoormäßig gekleidet und mit geländegängigem Schuhwerk ausgestattet. Im Remstal hat man zwar nicht mehr die Bruchweinberge wie zum Beispiel in Lauffen am Neckar, aber trotzdem bietet es sich an bequeme Schuhe anzuziehen, in denen man auch gut wandern kann. Vor Ort gab es dann von der Winzerin Corina - im Weinberg duzt man sich dann übrigens! - und ihrem Mann gleich eine praktische Einführung in den Rebschnitt. Die einzelnen Weinstöcke hatten im vergangenen Jahr einige Triebe gebildet und jetzt galt es, diese zu reduzieren, damit sich der Wuchs später voll und ganz auf qualitativ hochwertigen Ertrag ausrichten lässt.
Also wurde uns gezeigt, welche Triebe geschnitten werden und welche man stehen lässt. Letztendlich braucht man später zum Biegen und Binden nur noch 2 Triebe, einen lässt man beim Schnitt aber lieber zur Reserve noch stehen. Was sich später dann beim Biegen und Binden als absolut vorteilhaft erwiesen hat - manche Triebe brechen nämlich einfach ab, wenn man versucht, sie zu einem Bogen über den Draht zu binden. Dann hat man immer noch einen in Reserve!
Anfangs war ich mir noch nicht so sicher, was ich abschneiden durfte und was ich dranlassen sollte, aber nachdem mir Corina oder ihr Mann ein paar Mal zur Seite standen, habe ich es dann fast schon so routiniert wie ein erfahrener Wengerter gemacht - naja, nicht ganz, aber fast ;-)
Nebenher erfuhren wir noch jede Menge interessante Sachen über den Weinbau und die Kelterei, die ich jetzt natürlich hier nicht alle aufschreiben werde. Das würde schlicht und ergreifend den Rahmen sprengen. Nach dem Rebschnitt gab es dann erstmal Frühstückspause mit Kaffee und sehr guten, ländlichen Butterbrezeln - kein Vergleich zu den Brezeln, die man hier manchmal in der Stadt bekommt!
Frisch gestärkt ging es dann direkt weiter mit dem Binden. Zwei Triebe pro Rebstock mussten im Bogen um den Draht gebunden wurden. Worauf man da achten musste und wie man die Triebe leichter biegen kann ohne dass sie brechen, dass bekamen wir vom Winzerehepaar Oesterle aufs Beste erklärt.
Gegen 13 Uhr hatten wir dann unseren Weinberg soweit fertig. Dann war noch Zeit genug für ein gemütliches Vesper im Wengert. Corina hatte 2 Biertische mit Bänken aufgestellt und jede Menge Käse, Schinken, Wurst und Brot aufgetischt und natürlich auch Weine aus der Region. Da ich aber mittags noch keinen Wein vertrage, habe ich mich beim Vesper mit Gänsewein begnügt.
Beim geselligen Beisammensein lernte man dann noch die anderen Teilnehmer etwas besser kennen und konnte sich gut unterhalten. Nach 14 Uhr löste sich die Runde dann auf, um dann im Mai zum nächsten praktischen Seminartermin wieder zusammen zu finden. Da geht es dann um das Thema "Ausbrechen - Ausblenden". Ich bin gespannt und freue mich schon drauf!
Übrigens, nachdem ich am Samstag eben mehrere Stunden an der frischen Luft beschäftigt war, fühlte ich mich genauso erholt wie nach einer mehrstündigen Wanderung. Deswegen kann man so einen Wengerter Kurs eigentlich auch gut als Wellness-Tages-Urlaub mitmachen!
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Deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, dass ich als eine der ersten TeilnehmerInnen des Wengerter Seminars von der Remstalkellerei dabei bin. Zwar habe ich keinen Weinberg den ich bewirtschaften könnte, aber: Wer gerne guten Wein trinkt, soll ruhig auch wissen wie dieser angebaut wird und wieviel Arbeit hinter einem guten Tropfen steckt. Dann weiß man den Genuss wieder mehr zu schätzen. Das ist zumindest mein Hauptgrund, um an diesem Seminar teilzunehmen, aber auch um einfach mein Wissen zu erweitern und natürlich kann man die praktischen Lehrstunden im Wengert (schwäbisch für Weinberg) auch als erholsame und ausgleichende Freizeitbeschäftigung ansehen.
So war dies für einige andere Teilnehmer der Grund, nämlich dass sie zukünftig möglicherweise selbst Weinbau als Hobby betreiben wollen, weil sie entweder momentan noch verpachtete Weinberge im Hintergrund haben oder aber ein Wengert demnächst in Aussicht steht.
Vergangenen Freitag begann das Seminar mit einem Info-Abend in der Remstalkellerei, bei dem die Winzerin Corina Oesterle aus Schnait alles wissenswerte rund um den Weinbau und den Seminarablauf erzählte, das Ganze natürlich mit einer Weinverkostung und einer Kellerführung abgerundet.
Samstagmorgen ging es dann gleich mit dem praktischen Teil weiter. Um 9 Uhr traf man sich an der Kelter in Schnait und fuhr dann in Gruppen gemeinsam in den Wengert. Thema des ersten praktischen Seminartages war "Rebschnitt - Biegen - Binden". Die Witterung war zwar kühl, aber trocken, also optimal um im Weinberg aktiv zu sein.
Also wurde uns gezeigt, welche Triebe geschnitten werden und welche man stehen lässt. Letztendlich braucht man später zum Biegen und Binden nur noch 2 Triebe, einen lässt man beim Schnitt aber lieber zur Reserve noch stehen. Was sich später dann beim Biegen und Binden als absolut vorteilhaft erwiesen hat - manche Triebe brechen nämlich einfach ab, wenn man versucht, sie zu einem Bogen über den Draht zu binden. Dann hat man immer noch einen in Reserve!
Anfangs war ich mir noch nicht so sicher, was ich abschneiden durfte und was ich dranlassen sollte, aber nachdem mir Corina oder ihr Mann ein paar Mal zur Seite standen, habe ich es dann fast schon so routiniert wie ein erfahrener Wengerter gemacht - naja, nicht ganz, aber fast ;-)
Nebenher erfuhren wir noch jede Menge interessante Sachen über den Weinbau und die Kelterei, die ich jetzt natürlich hier nicht alle aufschreiben werde. Das würde schlicht und ergreifend den Rahmen sprengen. Nach dem Rebschnitt gab es dann erstmal Frühstückspause mit Kaffee und sehr guten, ländlichen Butterbrezeln - kein Vergleich zu den Brezeln, die man hier manchmal in der Stadt bekommt!
Frisch gestärkt ging es dann direkt weiter mit dem Binden. Zwei Triebe pro Rebstock mussten im Bogen um den Draht gebunden wurden. Worauf man da achten musste und wie man die Triebe leichter biegen kann ohne dass sie brechen, dass bekamen wir vom Winzerehepaar Oesterle aufs Beste erklärt.
Gegen 13 Uhr hatten wir dann unseren Weinberg soweit fertig. Dann war noch Zeit genug für ein gemütliches Vesper im Wengert. Corina hatte 2 Biertische mit Bänken aufgestellt und jede Menge Käse, Schinken, Wurst und Brot aufgetischt und natürlich auch Weine aus der Region. Da ich aber mittags noch keinen Wein vertrage, habe ich mich beim Vesper mit Gänsewein begnügt.
Beim geselligen Beisammensein lernte man dann noch die anderen Teilnehmer etwas besser kennen und konnte sich gut unterhalten. Nach 14 Uhr löste sich die Runde dann auf, um dann im Mai zum nächsten praktischen Seminartermin wieder zusammen zu finden. Da geht es dann um das Thema "Ausbrechen - Ausblenden". Ich bin gespannt und freue mich schon drauf!
Übrigens, nachdem ich am Samstag eben mehrere Stunden an der frischen Luft beschäftigt war, fühlte ich mich genauso erholt wie nach einer mehrstündigen Wanderung. Deswegen kann man so einen Wengerter Kurs eigentlich auch gut als Wellness-Tages-Urlaub mitmachen!
Sonntag, 1. April 2012
Russendisko - wir waren drin
Vergangenen Donnerstag gings abends zur kinderfreundlichen Zeit um 18:30 Uhr ins Kino. Angesagt war der Film "Russendisko", für den ich 2 Kinokarten gewonnen hatte. Das Buch von Wladimir Kaminer hatte ich schon vor wasweißichwievielen Jahren gelesen und habe mich damals köstlich amüsiert.
Hingegen konnten sich andere über dieses Buch nicht annähernd so freuen wie ich. Scheint so als habe ich einen sehr speziellen Humor. Wie auch immer. Bekanntermaßen sind ja die Verfilmungen meistens nicht so toll wie das Buch, was nicht zuletzt daran liegt, dass man sich lesenderweise natürlich seine den eigenen Vorstellungen gerecht werdende Idealbesetzung zusammen fantasieren kann.
Im Film bekommt man das vorgesetzt, was sich andere dabei gedacht haben und was irgendwie technisch und budgetmäßig realisierbar war. Das Kino war jetzt nicht gerade überfüllt, höchstens 20 % der Plätze waren belegt, wenn überhaupt. Für meine Tochter war es toll, mal in einem ausgewiesenen "Erwachsenen"film zu sein, auch wenn die Altersfreigabe nach FSK bei 6 Jahren liegt. Aber es ist eben kein Kinderfilm und ergo waren zu diesem Zeitpunkt außer ihr auch keine Kinder im Kino.
Matthias Schweighöfer in der Rolle des Wladimir Kaminer wirkt so russisch wie ich japanisch wirke. Aber gut, das kann natürlich rein subjektiv so empfunden werden. Die Locations und die Bilder fand ich insgesamt recht ansprechend. Alles ziemlich pittoresk, romantisch, teilweise überzeichnend, aber sehr schön. Meiner Meinung nach ist die Zeit der Wende damit recht gut wieder gegeben worden.
Was den Inhalt betrifft, so sind in diesem Film die über 30 Geschichten aus dem Buch ganz gut zu einer übergreifenden Handlung verarbeitet worden. Ich fand es zwar nicht mehr ganz so lustig wie seinerzeit das Buch, aber vielleicht liegt es auch einfach an meinem fortgeschrittenen Alter, dass mir das Lachen ein wenig vergangen ist.
Alles in allem war es ein netter, amüsanter Kinoabend, der auch meiner Tochter gut gefallen hat und mir natürlich besser, als wenn ich mir mit ihr Iceage 1-4 hätte anschauen müssen...
Hier geht's zur Fimwebsite mit Trailer und mehr Infos.
Hingegen konnten sich andere über dieses Buch nicht annähernd so freuen wie ich. Scheint so als habe ich einen sehr speziellen Humor. Wie auch immer. Bekanntermaßen sind ja die Verfilmungen meistens nicht so toll wie das Buch, was nicht zuletzt daran liegt, dass man sich lesenderweise natürlich seine den eigenen Vorstellungen gerecht werdende Idealbesetzung zusammen fantasieren kann.
Im Film bekommt man das vorgesetzt, was sich andere dabei gedacht haben und was irgendwie technisch und budgetmäßig realisierbar war. Das Kino war jetzt nicht gerade überfüllt, höchstens 20 % der Plätze waren belegt, wenn überhaupt. Für meine Tochter war es toll, mal in einem ausgewiesenen "Erwachsenen"film zu sein, auch wenn die Altersfreigabe nach FSK bei 6 Jahren liegt. Aber es ist eben kein Kinderfilm und ergo waren zu diesem Zeitpunkt außer ihr auch keine Kinder im Kino.
Matthias Schweighöfer in der Rolle des Wladimir Kaminer wirkt so russisch wie ich japanisch wirke. Aber gut, das kann natürlich rein subjektiv so empfunden werden. Die Locations und die Bilder fand ich insgesamt recht ansprechend. Alles ziemlich pittoresk, romantisch, teilweise überzeichnend, aber sehr schön. Meiner Meinung nach ist die Zeit der Wende damit recht gut wieder gegeben worden.
Was den Inhalt betrifft, so sind in diesem Film die über 30 Geschichten aus dem Buch ganz gut zu einer übergreifenden Handlung verarbeitet worden. Ich fand es zwar nicht mehr ganz so lustig wie seinerzeit das Buch, aber vielleicht liegt es auch einfach an meinem fortgeschrittenen Alter, dass mir das Lachen ein wenig vergangen ist.
Alles in allem war es ein netter, amüsanter Kinoabend, der auch meiner Tochter gut gefallen hat und mir natürlich besser, als wenn ich mir mit ihr Iceage 1-4 hätte anschauen müssen...
Hier geht's zur Fimwebsite mit Trailer und mehr Infos.
Gestriges Kontrastprogramm - Natur vs. lange Einkaufsnacht
Im Remstal war es schön, aufgeräumt, ruhig und angenehm. Ganz zu schweigen von der vielen frischen Luft, die ich genießen konnte. So richtig erholsam.
Nachmittags war ich dann wieder zurück in Stuttgart und musste noch mal kurz in die City, um noch ein paar Sachen fürs Wochenende zu besorgen. Zeitgleich fand auch die lange Einkaufsnacht statt, die natürlich sämtliche Leute, die samstägliches Offline-Shopping noch für erstrebenswert halten, aus der Peripherie in die Innenstadt lockte. Mich wunderte nur, warum eigentlich, da die Lockangebote und Werbegeschenke verteilenden Stände auch immer unattraktiver werden. Und schön in Ruhe einkaufen kann man ja auch an einem ganz normalen Samstagvormittag...
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