Sonntag, 29. Juli 2012

Sonntagsgewaltmarsch - völlig planlos

Das war heute wieder so eine Aktion! Kind wollte mittags an die frische Luft. Ich ließ mich breitschlagen und dachte, ok, ein Stündchen oder so gehen wir raus, dann kann ich anschließend noch ein paar Sachen erledigen.


Größere Kartenansicht



Also machten wir uns erstmal so auf unsere übliche Revierrunde Richtung Downtown und Schlossgarten.




Vom Schlossgarten aus wollten wir mal schauen, wie eigentlich jetzt der total zerstörte mittlere Teil aussieht, den man ja im Februar schon mal vorsichtshalber entbaumt hat. Schrecklich sieht's dort aus, wirklich richtig übel! Ich gehe hier kaum noch hin,weil man sich da sofort Depressionen holt!




Also schnell an dieser Schreckensecke vorbei gelaufen und weiter Richtung untere Anlagen. Kind wollte auf den Spielplatz, Mutter hatte andere Probleme. Und um diese zu lösen, ging es erstmal schnurstracks zum Schloss Rosenstein - nicht ohne vorher das Versprechen abgegeben zu haben, anschließend auf den Spielplatz zu gehen. Ok, ich dachte nicht speziell an diesen Spielplatz, den wir hinter uns gelassen hatten, sondern an einen anderen. Frei nach dem Motto "der Weg ist das Ziel".



Nachdem wir erleichtert aus dem Naturkundlichen Museum im Schloss Rosenstein traten, ging es direkt weiter im Rosensteinpark. Mir schwante da so etwas, als sei beim Löwentormuseum auch ein Spielplatz in der Nähe. Und siehe da, es war auch einer in der Nähe, und zwar noch viel besser als der vorherige!



Kind hat sich ausgetobt - klar, nach ungefähr 6-7 km Strecke muss man sich auch mal richtig auspowern! - und anschließend jammerte es über Durst. War auch klar. Also einen Abstecher ins Löwentormuseum bzw. dessen Bistro gemacht und die teuerste Limo meines Lebens geholt. Zwei halbe Liter für insgesamt fünf Euro! Ich hätte ja auch Wasser genommen, aber ich hatte keine Lust schwere Glasflaschen zu schleppen.



Von dort aus überquerten wir auf irgendwelchen serpentinenartigen Fußgängerbrücken irgendwelche verkehrsreichen Straßen und gelangten dann in den Leibfried'schen Garten mit den Überresten der Villa Moser - ein sehr mystischer Ort und unbedingt sehenswert! Nach Einbruch der Dunkelheit scheinen sich da allerdings andere Szenegänger zu treffen...




Nächste Etappe war dann der Wartberg mit dem anlässlich der IGA 1993 angelegten Egelsee und diversen künstlerischen Installationen. Auch dieser Weg war recht kurzweilig und interessant und mein Kind hat nicht ein einziges Mal gemotzt. Ich habe mich schon sehr gewundert!






Von dort aus kam man dann direkt ins neu angelegte Killesberggelände, was jetzt nicht unbedingt schöner als früher ist. Jetzt haben wir eben so eine 0815-Kunstlandschaft mit sanften Rasenhügeln und keinerlei Akzenten. Unterhaltsam fürs Kind waren die kleinen Kanäle mit noch kleineren Wasserfällen, in denen man barfuß durchs Wasser waten konnte, während die Mutter als alt gedienter Packesel alles trug, was nicht nass werden durfte.



Der Himmel wurde allmählich grau und es frischte auf, so dass ich schon Befürchtungen hatte, es käme ein Gewitter. Andererseits aber wollte ich noch ein Stückchen laufen, also verließen wir dann bald den Höhenpark Killesberg und überquerten per Fußgängerbrücke die verkehrsreiche Straße "Am Kochenhof", um dann durch die noblen Wohnstraßen am Killesberg und in Stuttgarts nörlicher Halbhöhenlage wieder den Heimritt anzutreten.


Am Tazzelwurm, vorbei am Wohnhaus der Familie rund um den Stuttgarter Sportwagen, immer bergab, dann landet man schon irgenwann wieder in dem Revier, wo man sich auskennt. Das soll jetzt nicht doppeldeutig sein, sondern bezieht sich hier lediglich auf die Stuttgarter Topographie. Hier geht es ständig irgendwo berauf oder bergab - ganz wie in San Francisco.



Kleiner Abstecher im Chinesischen Garten Ecke Birkenwald-/Panoramastraße und anschließend über die Panoramastraße hinter dem Komplex des Katharinenhospitals immer mehr Richtung Innenstadt. Ganz zum Schluss haben wir uns noch ein Eis gegönnt, was wir uns ja auch redlich verdient hatten.



Immerhin waren wir zur Mittagszeit, wenn andere Leute normalerweise gerade zu speisen pflegen, aus dem Haus gegangen um nur eine kurze Runde zu drehen. Mit ohne was zu trinken und ohne was zu essen für unterwegs. Und das Kind hat wirklich motzfrei durchgehalten und bestand sogar spätestens seit verlassen des Höhenparks Killesberg darauf, dass wir die ganze Runde zu Fuß gehen und nicht irgendwo einen Bus schnappen! Das will was heißen! Zuhause waren wir dann gegen 18 Uhr.



Jetzt überlege ich schon, welche Ecke wir als nächstes unsicher machen... konstruktive Vorschläge über die Kommentarfunktion erwünscht und erbeten!


 

Samstag, 28. Juli 2012

Christopher Street Day - CSD Parade Stuttgart 2012

Am Tag als der Regen kam... ja, eigentlich wollten wir ja rechtzeitig unten in der City sein zur CSD Parade 2012, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.



Zu dem Zeitpunkt, als wir uns auf den Weg machen wollten, öffnete der Himmel die Schleusen und es kam eine ordentliche Dusche runter. Also gingen wir eben erst später aus dem Haus, aber wie es den Anschein hatte, war das ein wenig zu spät, da wir nur noch die letzten paar Wagen der CSD Parade gesehen haben.


Egal, ich habe trotzdem noch ein paar Eindrücke auf die SD-Card gebannt und stelle sie hier einfach rein.

Zum Beispiel Laura Halding-Hoppenheit vom Kingsclub zusammen mit Hannes Rockenbauch, der aktuell für das Amt des OB Stuttgart kandidiert.




Oder die netten Drag Queens mit der Amy Winehouse Gedächtnisfriese, die sich fürs Foto Posing zur Verfügung stellten.





Oder die wirklich gelungenen Outfits mit punkigem Touch...



Leider war's das schon, das nächste Mal werden wir egal bei welchem Wetter rechzeitig vor Ort sein und mit ein paar mehr Bildern heimkommen!

 

GROUPON Deals - ein Jahr Berichterstattung

Wollt ihr, liebe Leser und Leserinnen meines Blogs, dass ich ein Jahr lang über meine sämtlichen GROUPON Deals ausführlich und unterhaltsam berichte? Je nachdem, was für interessante Deals in diesem Jahr angeboten werden, könntet ihr mehr oder weniger live dabei sein, wenn ich Massagepraxen, Kosmetikstudios, Restaurants, Freizeitparks, Fensterputzer oder andere interessante Angebote teste!

Ein paarmal habe ich ja schon über meine Deals geschrieben, wie zum Beispiel




Wenn ihr also wirklich wollt, dass ich offen, schonungslos und mit aussagekräftigen Fotos oder auch mal Videos von meinen zukünftigen GROUPON Deals berichte - und das ein ganzes Jahr lang - dann solltet ihr unbedingt für meinen Blog abstimmen, und zwar hier:

Groupon Deal Agenten

Stimme für meinen Blog bei den Groupon Deal Agenten!

Ihr habt die Möglichkeit, meinen Blog über Twitter, Google+, Facebook und/oder Pinterest zu liken, adden, sharen oder wasweißichen. Also, am besten alle Möglichkeiten ausnutzen, damit ihr in Zukunft mit wertvollen Berichten über tolle und nicht so tolle Deals versorgt werdet! Dazu einfach auf das obige Banner klicken und schon landet ihr direkt auf meinem Blogprofil!

Die Abstimmung ist möglich im Zeitraum vom 31. Juli bis zum 7. August 2012! Also, ich zähle auf Euch!

 
 


Freitag, 27. Juli 2012

Sponsored Video - Traumurlaub mit tollem Extra gewinnen

Sommer ist es und hier in der Stadt fühlt man sich ruckzuck reif für die Insel. Es ist doch um Klassen besser, diese 33° C an feinem Sandstrand mit leichter Brise und gleichmäßigem Wellenrauschen zu verbringen als hier in den Häuserschluchten, die sich in der Sommerhitze aufwärmen wie Schamottsteine im Ofen.

Schließe einfach mal die Augen und stell Dir vor, du bist mit deinen besten Freunden oder deiner Familie an einem Traumstrand auf einer Insel. Du wohnst in einem 4-Sterne-Strandhotel mit allem inclusive. Und das ganze zwei Wochen lang bzw. genau gesagt 14 Nächte wirst du in diesem Hotel verbringen. Dort kümmern sich alle ganz vorzüglich um dein Wohl und das deiner Lieben. Ihr bekommt täglich Frühstück, Mitagessen und Abendessen und darüber hinaus zwischendurch auch noch Snacks. Also verhungern wird hier keiner!

Und natürlich dürft ihr auch während der Dauer eures Aufenthaltes sämtliche Möglichkeiten des Hotels nutzen, um euch zu erholen, amüsieren oder unterhalten. Mit anderen Worten: Gibt es dort einen Swimmingpool, dann steht der euch selbstverständlich zur sachgerechten Nutzung zur Verfügung, ebenso wie die anderen hoteleigenen Anlagen zur Verschönerung eures Urlaubes.

So langsam wird sich sicherlich der eine oder die andere LeserIn fragen, wo dieser Traumurlaub überhaupt stattfinden soll. Ich verrate es euch an dieser Stelle: Auf den Seychellen! Was, da wart ihr noch nie? Ja, ich auch nicht, aber mit TomTom habt ihr jetzt die einmalige Chance, für zwei Wochen dort Urlaub machen zu können. Nicht allein, versteht sich, sondern mit Familie und/oder Freunden. Es dürfen eben maximal 5 Personen sein. Aber jetzt schaut euch erstmal dieses Video hier an, dann verrate ich mehr!



Also, es geht auf die Seychellen. Und ihr könnt mir glauben, da wollen jetzt bestimmt viele hin, wenn sie das hier gelesen haben.Außer dort ganz entspannt zwei Wochen Urlaub machen mit den Menschen, die man am liebsten um sich herum hat, kann man nämlich noch 10.000 € verdienen. Ja, du hast richtig gelesen, aber ich wiederhole es gerne nochmal: Zehntausend Euronen! In zwei Wochen! Soviel verdient nicht jeder in seinem normalen Job, oder!?

Und jetzt wollt ihr wissen, was ihr dafür tun müsst? Also, ganz einfach. Wie ich oben bereits erwähnt habe, ist TomTom der Veranstalter dieses Gewinnspiels. Und dass TomTom Navigationsgeräte herstellt wissen bestimmt die meisten. So ein Navigationsgerät kann aber nur richtig funktionieren, wenn vorher jemand die ganzen Daten von zum Beispiel Brunsbüttel eingegeben hat, damit man später auch genau weiß, an welcher Ecke eine Tankstelle ist oder wo man rechts abbiegen soll um zum Stadtmuseum zu gelangen.

Genau das wäre dann auch die Aufgabe der glücklichen Gewinner, aber eben nicht in Brunsbüttel sondern auf den Seychellen. Sie sollen mithelfen, die Insel(n) zu kartographieren oder zu "mappen" wie man das so schön auf neudeutsch sagt. Soll ganz einfach sein und laut Veranstalter auch ziemlich stressfrei. Man braucht auch nicht unbedingt ausgebildeter Kartograph zu sein. Hauptsache man hat Spaß am Erkunden der Insel und verfügt über ein wenig Orientierungssinn.

Wie ich sehe, hast du jetzt bis hierhin gelesen. Das interpretiere ich jetzt mal so, dass du unbedingt wissen möchtest, wie du zu so einem Traumurlaub mit integriertem Traumjob kommen kannst. Also, dann möchte ich es verraten. Informiere und bewirb dich einfach im Zeitraum vom 26. Juli bis 9. August 2012 unter folgendem Link: www.tomtom.com/summer, wo das Projekt "Inselparadies kartografieren" von TomTom ausführlich vorgestellt wird.

Dann wünsche ich allen viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme. Und sollte es nicht mit dem Inselurlaub klappen, so gibt es noch neun Chancen auf ein Navigationsgerät von TomTom - das ist doch auch etwas!


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Mittwoch, 25. Juli 2012

Ferienbeginn - Sommerfest - Seebühne



Mit diesen drei Worten ist der heutige Tag eigentlich schon perfekt zusammengefasst. Heute begannen die Ferien. Schön. Aber nur für die Kinder und nur in der Illusion. Der Alltag sieht dann eher so aus, dass sich die Eltern die Köpfe zermartern, wie sie a) die Kids unterbringen, b) die Kids mit der vielen Zeit beschäftigen können und c) wie sie ihren eigenen Plänen noch folgen können, also die Eltern. Und das mehr als sechs Wochen lang... puh, what a challenge!



Kind war zum Abschluss in der Kirche, wo wieder tränenreich wie beim letzten Jahr zum einen die Viertklässler verabschiedet wurden, zum anderen die dahinscheidenden LehrerInnen bzw. dieses Jahr eben der T-Rex des Bildungsinstitutes, der eben jetzt auch das Rentenalter erreicht hat.



Danach wurde es dann lustig. Wir waren am Samstag nicht beim Tag der offenen Tür in der Villa Reitzenstein. Dafür heute. Sehr schön! Nicht so viele Leute, alles sehr entspannt und wirklich unterhaltsam, vor allem für die Kids.



Speziell meines hatte sich total in diverse Krabbel- und Kriechtierchen verliebt und war ganz entzückt darüber, Schlangen, Bartagamen, exotische Riesentausendfüßler oder Fauchschaben auf sich rumturnen zu lassen. Ist ja auch was schönes, so eine riesige Schabe. Kann mir wirklich nichts putzigeres vorstellen!




Zum Glück möchte sie als Haustier jetzt entweder einen Hund oder eine Schlange und keine Schabe. Schade  trotzdem irgendwie, weil letztere kann man sich ja recht kostengünstig im Haus halten...




Trotz der exotischen Tierwünsche verbrachten wir einen schönen Nachmittag rund um die Villa Reitzenstein und kamen dann abends erstmal recht erledigt zuhause an. Nach ein paar Stündchen Regeneration zog es uns dann aber wieder vor die Haustür.



Dieses mal geradewegs vorbei am Henkersfest direkt runter in den Schlossgarten. Da lief heute die Live-Übertragung von Don Giovanni aus dem Staatstheater Stuttgart. Jetzt haben wir endlich an unserem Eckensee auch eine Bregenzer Seebühne! Wurde ja auch irgendwie Zeit!



Das Staatstheater war wie immer schönst illuminiert - ob da wohl die Illuminaten mit ihrer NWO die Hände im Spiel haben? Mozart soll ja auch so ein freier Maurer gewesen sein... - und die opernbegeisterten Menschen saßen rund um den Eckensee auf dem Rasen, tranken Flaschenbier und lauschten den Darbietungen.



Kind lauschte auch, aber wenig ergriffen. Zumindest nicht so ergriffen wie die Dame neben uns, die uns hin und wieder genervte Blicke zusandte, wenn Töchterlein fragte, warum die da so gröhlen. Und ich hatte mir schon seit einiger Zeit überlegt, ob ich es mal wagen sollte, mit ihr in die Oper zu gehen. Aber ich glaube, da lasse ich mir doch noch ein wenig Zeit... sie war nämlich kurz davor, open air mitzuopern. Das lässt sich unter freiem Himmel besser ertragen als in der 10. Reihe im Parkett.


Pünktlich zur Pause machten wir uns dann vom sprichwörtlichen Acker und schlichen gen Heimat. Die Füße kaputt, von der Hitze ermattet und total gesättigt von den vielfältigen Eindrücken des heutigen Tages. Mal sehen, wie es die nächsten sechs Wochen weitergeht!

PS: Die Tageslichtbilder sind rund um die Villa Reitzenstein, die Dämmerungsbilder rund um das Stuttgarter Staatstheater und den Eckensee.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Linsen mit Jasminreis und Gemüse nach Art der Inderin

Das habe ich in dieser Art jetzt schon ein paarmal gekocht, immer wieder abgewandelt, je nachdem welches Gemüse gerade verfügbar war und leider immer wieder vergessen es zu fotografieren. Gestern hat es dann mal geklappt - sowohl das kochen als auch das fotografieren.

Also, vor ungefähr 1-2 Jahren erfuhr ich von einer schönen Inderin ein Rezept, während wir beide auf unsere Kinder warteten, die irgendwo gemeinsam auf einer Veranstaltung waren. Auf das übliche Problem "was koche ich heute?" war ihre damalige Antwort, sie mache ein Dal. Aha. Daraufhin erklärte sie mir, was sich hinter Dal verbirgt, nämlich so eine Art indische Leibspeise, die man bei jeder Gelegenheit kocht und die vor allem auch Kinder gerne essen. Außerdem kann man das nach Belieben variieren und überhaupt hat jede indische Familie ihr eigenes Rezept. Also sehr flexibel das ganze, genau richtig für mich.



Dann fange ich mal an. Wir brauchen:

1 große Tasse rote, orangefarbene oder gelbe Linsen - je nach farblichen Vorlieben
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 Schote Paprika - auch hier Farbe nach Geschmack
2 große Tomaten
2-3 Frühlingszwiebeln
Öl oder Kokosfett
Gewürze wie


  • Ingwer
  • Salz 
  • Pfeffer
  • Chilli
  • Garam Masala
  • Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Piment


etwas Joghurt, saure Sahne oder Schlagsahne nach Belieben
1 große Tasse Jasminreis oder Basmatireis

Und dann geht's los. Zwiebel schälen, würfeln und in dem Öl oder Kokosfett glasig dünsten. Dann den gewürfelten Paprika dazu geben, kurz mit dünsten und gleich darauf die Linsen mit der gleichen Menge Wasser dazu geben, d. h. 1 Tasse Linsen und 1 Tasse Wasser. Kann man ja später nach Belieben noch etwas auffüllen. Die Tomaten entstrunken und würfeln, ganz fleißige schälen sie vorher noch, ich aber nicht. Dann die Tomatenwürfelchen dazu geben und die Mischung bei geringer Hitzezufuhr vor sich hin köcheln lassen. Immer wieder mal rühren.

Inzwischen den Reis aufsetzen. Ich mache immer 1 Teil Reis mit 2 Teilen Wasser und lasse ihn quellen. Auch kommt bei mir nie Salz dazu, das ist nachher ausreichend im Linsengericht. Während der Reis gart schneide ich den Knoblauch und die Frühlingszwiebeln in kleine Scheibchen und gebe sie zu den Linsen. Gewürzt wird dann mit frischem klein gehacktem Ingwer oder Ingwer aus der Streudose, Pfeffer, Chilli nur bei der kinderlosen Variante, Garam Masala, Koriander, Kreuzkümmel und/oder Piment. Mit den Gewürzen kann man variieren, je nachdem was gerade so auffindbar ist. Garam Masala aber macht das ganze indisch. Mit Salz, Pfeffer und Essig wird es dann eher schwäbisch... Salz bitte erst ganz zum Schluss dazu geben, wenn die Linsen schon gar sind. Sonst werden die Linsen niemals weich! Das kenne ich schon aus eigener Erfahrung.

Wer mag, kann die Linsen noch mit einem Schuss Joghurt, saurer Sahne oder Schlagsahne verfeinern. Wer nicht mag, lässt es bleiben und hat damit dann ein leckeres veganes Gericht.

Und siehe da, auch meiner Tochter schmeckt das ausgezeichnet! Sie bringt dann solche Kommentare wie "Dafür bekommst Du 1.000 Sterne, auch wenn es aussieht wie gek**zt!" - Das sind doch die Sätze, die man gerne hört und die einen immer wieder motivieren, auch am nächsten Tag wieder etwas zum Essen zu machen!

Sonntag, 8. Juli 2012

Bürgerfest 2012 im Landtag von Baden-Württemberg



Wie bereits angekündigt, fand ja gestern das Bürgerfest im Landtag von Baden-Württemberg statt, der damit auch gleichzeitig sein 60-jähriges Bestehen feierte.



Wir waren ja vor zwei Jahren auch schon dabei, aber dieses Jahr war es irgendwie viel entspannter. Was sicherlich nicht zuletzt daran lag, dass Baden-Württemberg mittlerweile einen kompletten Farbwechsel durchgemacht hat und bei der letzten Landtagsveranstaltung für die BürgerInnen dieses Landes doch auch die politische Intention eine ganz andere war.




Dieses Jahr war es friedlich, ruhig und nicht so voll und das Wetter passte perfekt zur Veranstaltung, so dass man auch mal eine Runde um den Landtag flanieren konnte ohne nasse Füße oder einen Sonnenstich zu bekommen.


Während sich die Großen mehr oder weniger mit Landespolitik und deren Machern beschäftigen konnten, war für die Kleinen wieder ein vielfältiges Programmangebot vorhanden, wo sie sich von kreativ bis experimentell austoben konnten. 

Im Angebot für die Kinder waren neben der Kunstwerkstatt der VHS unter der Leitung von Andrea Liebe auch im Foyer zahlreiche Angebote, bei denen sie sich ausprobieren konnten. So zum Beispiel die Möglichkeit mit Violinbögen auf mit Sand bestreuten Metallplatten Muster hineinzugeigen, die durch die Vibration entstanden.

Oder mit einem eingespannten Kugelschreiber auf einem schwingenden Malbrett, das mit Papier belegt ist, die tollsten Muster zeichnen (lassen). Oder vor dem Landtag auf der Wiese mal auf ein echtes Motorrad der Polizei zu sitzen und eine Runde um den Landtag düsen (aber nur in Gedanken). Oder Löcher bohren für ein Insektenhotel... es gab wieder jede Menge Sachen auszuprobieren und zu erkunden.




Auch die Räume der einzelnen Parteien konnten wieder besichtigt werden und auch hier gab es für Groß und Klein mehr oder weniger viel Unterhaltung. Die FDP hatte sich auch dieses Jahr wieder etwas Besonderes einfallen lassen: viele gelbe Luftballons schmückten den Raum. 




Außerdem gab es einen Parkours der Sinne, bei dem man über Hören, Sehen, Fühlen, Tasten und Riechen verschiedene Dinge erraten sollte und am Ende auch etwas gewinnen konnte. Beeindruckt haben mich die Riechsäckchen, zumal ich hier noch mutmaßte, ob da vielleicht MdL-Söckchen drin stecken...



Um gleich noch bei der gelben Partei zu bleiben: der ehemalige Justizminister von Baden-Württemberg Prof. Dr. Ulrich Goll scheint in die Musik- und Unterhaltungsbranche eingestiegen zu sein. Jedenfalls spielte er mit großer Begeisterung E-Gitarre und mit ihm noch einige andere mehr oder weniger bekannte Gesichter.



Bei den Grünen gab es auch eine Sehen-Riechen-Fühlen-Parkours, doch der war deutlich besser besucht und schien irgendwie attraktiver zu sein. Jedenfalls konnte man hier auch den einen oder anderen Anzugträger dabei beobachten, wie er unbeholfen versuchte, aus dieser Kuh "Milch" herauszupressen. Glücklicherweise war's keine echte Kuh! Die hätte denen schon was erzählt...



Auch die Aktion vom SWR erfreute sich allergrößter Beliebtheit. Hier konnte man mal ausprobieren, wie es sich anfühlt als NachrichtensprecherIn vor der Kamera zu stehen. Zunächst durfte man sich einen kleinen Text aussuchen und diesen ein paarmal durchlesen um sich vorzubereiten. Dann wurde es ernst und man durfte die Nachrichten für die Landesschau in die Kamera sprechen. Als Erinnerung konnten die angehenden NachrichtensprecherInnen auch noch eine DVD mitnehmen, auf der Filmsequenz abgespeichert war.


 Der Nachrichtensprecher der Landesschau, Michael Saunders, posiert mit einer Kollegin (? ich schaue nie fern und weiß das deswegen nicht) für ein Foto, während im Hintergrund schon die nächste angehende Nachrichtensprecherin für ihren Auftritt probt.





Gegen 16 Uhr finden sich die Kinder, die bei der VHS Kunstwerkstatt dabei waren, im Antenne1-Zelt ein um auf die Preisverleihung zu warten. Nach ein paar kurzen Inverviews durch den Moderator...



... verteilen Brigitte Lösch (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Guido Wolf (CDU, Präsident des Landtags von Baden-Württemberg) die Mitmachpreise für die kleinen Künstler.

Alles in allem war es dieses Jahr eine sehr gelungene Veranstaltung. Es waren wohl um die 10.000 Besucher auf dem Bürgerfest und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass es zu überlaufen wäre. Die Stimmung war recht entspannt und fast schon vermisste ich die eine oder andere engagierte Diskussion wie man sie vor zwei Jahren noch im Übermaß fand...

   

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